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Brut nicht gefährdet

Mit dem Frühling kommen die Kiebitze

Kirchhellen. Die Kiebitze im Baugebiet Dorfheide sind durch die Bauarbeiten nicht gefährdet. Dies wird durch laufende Kontrollen sichergestellt. Den standorttreuen Vögeln wird die Brut und Aufzucht ihrer Küken somit ermöglicht.

Mit dem Frühling kommen die Kiebitze

Die neue Brutstätte der Kiebitze: eine Ackerfläche unmittelbar neben der Neubaufläche. Kaminski

Von André Kaminski

In dem Baugebiet Dorfheide wird es keinen Baustopp geben. Nach Auskunft des Fachbereichs Umwelt und Grün gibt es hierfür keine rechtliche Grundlage. Die Kiebitze sind durch die Bauarbeiten nicht gefährdet. Anwohner hatten befürchtet, dass die Arbeiten in dem Neubaugebiet Kiebitze bei der Brut stören und der Artenschutz gefährdet sei. Dies hat die Umweltplanung der Stadtverwaltung frühzeitig vor der beginnenden Brutsaison mit Vorkehrungen verhindert.

Kiebitz-Biotop hergerichtet

Den standorttreuen Kiebitzen wird die Brut und Aufzucht ihrer Küken ermöglicht. Eine Ackerfläche unmittelbar neben der Neubaufläche wurde zum Kiebitz-Biotop hergerichtet. Nach Auskunft der Umweltplanung wird diese Fläche von Brutpaaren bereits angenommen. „Ein Paar befindet sich dort definitiv bereits, es kann aber täglich etwas passieren“, erklärt Thorsten Albrecht von der Pressestelle der Stadt Bottrop.

Der gegenwärtige dritte Bauabschnitt wird laufend darauf kontrolliert, ob sich Brutpaare dort trotz der Bauarbeiten niederlassen. „Die Baufirmen sind bereits sensibilisiert und geben im Notfall Bescheid“, so Albrecht. Nötigenfalls werden die Vögel verscheucht, damit sie auf die benachbarte Ackerfläche weiterziehen.

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Vorgehen dokumentiert

Der vierte Bauabschnitt „Pater-Gahlen-Straße“ wird erst Mitte Juni beginnen. Dann ist die Brutzeit der Kiebitze beendet. Das Vorgehen ist in einem artenschutzrechtlichen Fachkonzept „Kiebitz im Dorfheidegebiet“ vorgeschrieben und dokumentiert. Mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen ist die Durchführung des Kiebitzschutzprojekts „Feldvogelinseln im Acker“ abgestimmt. Somit ist sichergestellt, dass es zu keinen artenschutzrechtlichen Tatbeständen nach dem Bundes-Naturschutz-Gesetz kommen wird.

Auf der Ackerfläche ist eine kiebitzgerechte Bewirtschaftung möglich. Mit dem Landwirt ist vereinbart, eine Zwiebelkultur zu setzen, sodass die Kiebitze dort brüten können. Darüber hinaus ist ein Brachestreifen frei geblieben. Dieses Vorgehen wurde mit einem Gutachter abgestimmt und dient als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme für das Vorkommen der Kiebitze im Baugebiet.

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