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Bohnensack mit Sand fliegt weit

Legden König Fußball regiert Europa. Ganz Europa? Ein kleines Dorf schaffte es, sich zumindest für ein paar Stunden einer anderen Sportart zuzuwenden: dem Bohnensack-Weitwurf.

Kein Scherz: Diese Disziplin - im amerikanischen Original "Bean Bag" - gibt es tatsächlich - zumindest in den USA. Von dort haben es Besucher der Partnergemeinde Melrose "importiert". Am Wochenende stand das inzwischen vierte Turnier dieser Art in Legden auf dem Programm.

Der Meister des Vorjahres beim Bean-Bag-Turnier hatte sich abgemeldet. Vielleicht fürchtete er schon die Stärke der Konkurrenz. Und diese war am Samstag mit sieben Mannschaften von jeweils zwei Personen angetreten.

Import aus USA

Mitorganisatorin Christiane Wesseler vom P.U.L.K. - einer Gruppe ehrenamtlicher Freizeitorganisatoren, die sich aus ehemaligen Jugendgruppenleitern zusammen setzt - führte am Anfang in die hohe Kunst der Wurfregeln ein, die mit denen in Amerika übereinstimmen - anders als die Beanbags selbst: Beim amerikanischen Original handelt es sich um Textilsäckchen, die mit getrockneten Bohnen gefüllt sind. In Legden waren diese Hülsenfrüchte offenbar Mangelware. Denn die Legdener füllten die Säckchen mit Sand.

Erst essen dann werfen

Nach einer Übungsrunde stärkten sich die Teilnehmer erst einmal: Getränke und selbst gebackene Waffeln kamen da gerade recht. Da die Waffeln immer sehr unterschiedlich ausfielen, ist hier vielleicht auch noch einmal eine separate Übungsstunde daheim fällig.

Nach spannenden Runden setzten sich die "Profis" durch: Daniel Ewelt und Ralf Wesseler wurden die Erstplazierten. "Kein Wunder", meinten die anderen, "denn beide haben dieses Spiel schon in den USA kennen gelernt." Zweite waren Anja Hahn und Michel Broja. Respekt allerseits, denn beide haben dieses Spiel zum ersten Mal gespielt. Den Dritten Platz ereichten Christina Deuker und Thomas Brinkmann.

Da Bean Bag für Jung und Alt geeignet ist und es immer bekannter und beliebter wird - zumindest im Legdener Raum - freuen sich die Turnier-Organisatoren schon wieder auf das nächste Jahr: auf das fünfte Bean Bag-Turnier. alb

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