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Millionen für Breitbandförderung

Schnelles Internet kommt nach Ahaus, Heek und Legden

Legden/Heek/Ahaus Manchmal fahren die Bürgermeister der Region gerne nach Düsseldorf. Vor allem, wenn es um einige Millionen Euro geht.

Schnelles Internet kommt nach Ahaus, Heek und Legden

Ein buntes Glasfaserkabel Foto: picture alliance / Jan Woitas/dp

Mehr als 60 Millionen Euro stellt das Land für die Förderung des Breitbandausbaus im ländlichen Raum bereit. Ministerin Christina Schulze Föcking überreichte die Förderbescheide am Dienstag. Dafür waren auch die Bürgermeister Karola Voß, Franz-Josef Weilinghoff und Friedhelm Kleweken aus Ahaus, Heek und Legden ins Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz gefahren.

Insgesamt 40 Förderanträge von elf Kommunen mit einem Gesamtvolumen von 60,8 Millionen Euro wurden für den Breitbandausbau im ländlichen Raum für das erste Quartal 2018 bewilligt. Ahaus hat im Etat für dieses Jahr 6,5 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Außenbereich vorgesehen. 90 Prozent der Summe werden vom Land gefördert.

Zwei Jahre Zeit

Heek und Legden sowie Schöppingen haben das komplizierte Antragsverfahren gemeinsam gemeistert. Alle drei Gemeinden erhalten jeweils 1,8 Millionen Euro aus Landesmitteln und steuern selbst 200.000 Euro dazu. „Jetzt haben wir etwas mehr als zwei Jahre Zeit, das Projekt umzusetzen“, kommentierte am Dienstag Bürgermeister Friedhelm Kleweken zufrieden.

Bis dahin sind noch einige Vorarbeiten zu leisten. Auch eine Nachfragebündelung gehört dazu. Befragt werden die Legdener, ob sie schnelles Internet bekommen wollen. Anders als in früheren Verfahren, hat das aber keine Auswirkung auf das Projekt generell. „Der Ausbau kommt auf jeden Fall“, so Kleweken.

Grundlage für Digitalisierung

Christina Schulze Föcking hatte bei der Übergabe der Förderbescheide betont: „Wir brauchen auch im ländlichen Raum mehr Gigabit-fähige Breitbandnetze. Diese Netze sind die Grundlage für das Zukunftsthema Digitalisierung. Beim Ausbau der Breitbandversorgung dürfen wir uns aber nicht nur auf die Unternehmen konzentrieren, wir müssen auch die im ländlichen Raum lebenden und arbeitenden Menschen in den Blick nehmen. Sie dürfen nicht digital abgehängt werden.“

Das NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ bietet eine speziell auf den ländlichen Raum ausgerichtete Breitbandförderung an. Damit unterstützt das Land die ländlichen Kommunen dort, wo kein marktgetriebener Ausbau der Breitbandnetze stattfindet, mit bis zu vier Millionen Euro je Projekt.

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