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Lieferprobleme auf dem Wasserweg nach Lünen

20 Prozent weniger Steinkohle für Trianel-Kraftwerk

Lünen Hohe Zusatzkosten und Wartezeiten von bis zu zwölf Stunden. Das ist momentan keine Seltenheit auf dem Wesel-Datteln-Kanal und sorgt auch in Lünen für Probleme.

20 Prozent weniger Steinkohle für Trianel-Kraftwerk

Probleme beim Lieferverkehr auf dem Wasserweg betreffen das Lüner Trianel Kraftwerk enorm. Foto: Foto: Trianel

Verschleiß, versäumte Sanierungsarbeiten und Personalmangel sorgen für Staus auf dem Wesel-Datteln-Kanal, der deutschlandweit zweitwichtigsten Wasserstraße nach dem Rhein. Ein Problem, auf das der Bundesverband Deutscher Binnenschiffer (BDB) am Dienstag aufmerksam machte und das sich auch in Lünen deutlich bemerkbar macht: beim Trianel-Kohlekraftwerk an der Frydagstraße.

Schleusen-Situation ist Herausforderung

Weil Poller zum Festmachen von Schiffen marode sind, können Schleusen nur eingeschränkt genutzt werden. „Die aktuelle Schleusen-Situation in NRW stellt eine Herausforderung für die Kohlelogistik dar“, erklärt Trianel-Pressesprecher Maik Hünefeld auf Anfrage dieser Redaktion. Denn die Belieferung des Kraftwerks mit Steinkohle findet ausschließlich über den Wasserweg statt.

Das führt zu enormen Konsequenzen. Hünemann: „Aktuell benötigen die Kohletransportschiffe rund 10 bis 12 Stunden länger pro Fahrt im Pendelverkehr.“ Die Folge: Trianel wird derzeit mit 20 Prozent weniger Steinkohle als üblich beliefert.

Engpass in Strombelieferung nicht zu befürchten

Über einen Engpass in der Strombelieferung müsse man sich akut aber noch keine Sorgen machen, da die Vorratssituation am Kraftwerk noch gut sei. Werde für das Schleusen-Problem kurz- bis mittelfristig aber keine Lösung gefunden, müsse das gesamte Logistikkonzept in NRW überdacht werden.

Der BDB befürchtet, dass immer mehr Kunden auf eine Lieferung per LKW umsteigen. Das kommt für das Trianel-Kraftwerk jedoch nicht in Frage: „Das Trianel Kohlekraftwerk Lünen verfügt über eine Bahnanbindung“, so Pressesprecher Hünemann.

Stadthafen kaum betroffen

Während die Auswirkungen der Probleme auf dem Kanal für Trianel gravierend sind, spürt man kaum welche im Lüner Stadthafen. „Das merken wir eher weniger. Zwar verzögert sich manchmal was, es hält sich aber in Grenzen“, erklärt Andreas Hüsing, Betriebsleiter des Stadthafens.

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