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Abpfiff war auch Party-Ende

LÜNEN Kurz vor 20 Uhr – Abpfiff in Klagenfurt und zeitgleich irgendwie auch am Cappenberger See. Als die 1:2-Niederlage gegen Kroatien feststand, hatte irgendwie kaum noch jemand Lust auf Bier oder Bratwurst.

Abpfiff war auch Party-Ende

Auch ein Stoßgebet half wenig.

Nur das kleine Häuflein Kroaten, das mit seiner Mannschaft bei der EM-Live-Party mitgefiebert hatte, freute sich natürlich. Die rote Karte gegen Bastian Schweinsteiger hatte auch die Emotionen bei den Fans hochkochen lassen. Eine Gruppe warf mit Sand gegen die empfindliche Großleinwand, um ihrem Frust Luft zu machen. Doch das ließen sie dann zum Glück schnell nach einer entsprechenden Aufforderung aus dem Lautsprecher bleiben.

Zahlreiche Fans fieberten mit

Dabei hatte alles so hoffnungsvoll begonnen. Trotz Regens und Schafskälte waren wieder zahlreiche Fans, vor allem junge Leute und Familien, zum Festplatz am See gepilgert. Viele wieder mit schwarz-rot-goldenen Fanutensilien oder Deutschland-Trikots. Und auch als das 1:0 für die Kroaten fiel, gaben die Lüner nicht auf. Im Gegenteil. Einige Hartgesottene gerieten offenbar beim Anfeuern derart ins Schwitzen, dass das Trikot auszogen und Jogis Jungs mit freiem Oberkörper nach vorne schreien wollten. Genützt hat es leider nichts. Nach dem 2:0 war die Stimmung schon merklich gedämpfter. Als Lukas Podolski dann den Anschlusstreffer schaffte, keimte wieder Hoffnung auf und auch die Lüner wurden wieder lauter. Bis sie leider nach 93 Minuten nicht nur wegen des Regens wie begossene Pudel die Live-Party verließen.

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