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Angeklagter sagt nach Messerattacke in Lüner Schule erstmals vor Gericht aus

Lüner Mordprozess

Der Prozess um die tödliche Messerattacke an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen geht weiter - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Manches wurde dennoch bekannt.

Lünen

von Martin von Braunschweig

, 21.06.2018
Angeklagter sagt nach Messerattacke in Lüner Schule erstmals vor Gericht aus

Die Eltern des getöteten Jungens beim ersten Gerichtstermin. © picture alliance/dpa

Erneut fand die komplette Verhandlung am Donnerstag gegen den 16 Jahre alten Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nachdem in der vergangenen Woche lediglich die Anklageschrift – Vorwurf: heimtückischer Mord – verlesen worden war, sollte dem Jugendlichen vor Gericht nun die Gelegenheit gegeben werden, zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft Stellung zu nehmen.

Keine offiziellen Angaben

Wie es heißt, hat der 16-Jährige von diesem Recht auch tatsächlich Gebrauch gemacht. Offizielle Angaben, ob er in seiner Aussage ein Geständnis abgelegt hat, gibt es nicht.

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Die Eltern des getöteten Leon Hoffmann erklärten jedoch am Rande des zweiten Verhandlungstages, dass der Angeklagte die tödliche Messerattacke auf ihren Sohn zugegeben habe.

Das Ehepaar tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf und darf deshalb an der Verhandlung teilnehmen. Die Eltern erklärten außerdem, dass der 16-Jährige angegeben habe, er habe Leon zuvor höchstens vom Sehen gekannt.

„Provozierend angeschaut“

Nach seiner Festnahme unmittelbar nach der Tat Ende Januar soll der Angeklagte bei der Polizei außerdem gesagt haben, Leon habe seine Mutter „provozierend angeschaut“. Deshalb habe er das Messer gezogen und zugestochen.

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