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Herr der weiblichen Geister

LÜNEN Frauen-Fußball ist zurzeit in aller Munde. Im Sportler-Porträt spricht Wolfgang Rinke über Chancen. Der Trainer der Kreisliga-Damen des BV Lünen 05, ist einer derjenigen, die schon vor der Weltmeisterschaft viel für den Sport taten.

Herr der weiblichen Geister

Trainer Wolfgang Rinke

„Diese Euphorie müssen wir für und in unseren Vereinen nutzen“, setzt der Coach auf zahlreiche Neuanmeldungen. „Das war den Deutschen Frauen, die viele junge Talente integriert haben, nicht unbedingt zuzutrauen.“

Der 52-Jährige gilt in Lünen als der Macher im Frauenfußball schlechthin. Seit Oktober 2005 arbeitet er erfolgreich beim Lüner Traditionsverein aus der Geist. Neben der Trainertätigkeit bei den Kreisliga-Damen und der U16 koordiniert er den gesamten Mädchenbereich des Clubs.

Ein mustergültiger Einstieg ins Trainergeschäft

Der Einstieg ins Trainergeschäft erfolgte - wie fast überall im Nachwuchsbereich - nach dem gleichen Muster: Sohn Dennis kickte beim damaligen BW Ahlen (inzwischen Rot-Weiß Ahlen) in der F-Jugend. Vater Wolfgang wurde gefragt, ob er nicht die Trainertätigkeit übernehmen wolle. Er stimmte zu und war fortan im Trainergeschäft involviert.

Über die Stationen Fortuna Walstedde und FC Pelkum verschlug es den Vater dreier Töchter und eines Sohnes der Liebe wegen in die Lippestadt. Beim BV 05 übernahm Rinke 2005 während der Saison das Traineramt von Jürgen Eickhoff, konnte den Abstieg in die Kreisliga aber nicht mehr verhindern.

Ein klares Ziel: der Wiederaufstieg 

„Klar definiertes Ziel der Spielzeit 2007/2008 heißt Wiederaufstieg“, gibt der Coach die Marschroute vor. Die Aussichten dafür stehen gut - die Geister liegen als Tabellenzweiter noch aussichtsreich im Rennen. Tochter Romina, die 2003 mit der U15-Westfalenauswahl in Duisburg Deutsche Vizemeisterin wurde, spielt dabei eine tragende Rolle als zentrale Mittelfeldspielerin mit Torinstinkt.

Die größten Erfolge feierte Wolfgang Rinke, der selbst als Linksaußen für den TuS Ahlen, Roland und SpVg Beckum vor der Ball trat, als Trainer der D-Jugend von LR Ahlen, mit der er und Sohn Dennis 1990 Kreispokalsieger und Hallenstadtmeister wurde. 1995 unterlag Rinke als Coach der Kreisauswahl erst im Endspiel der Westfalenmeisterschaft gegen den Kreis Dortmund mit 1:4, ebenfalls mit Dennis‘ Beteiligung. 

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