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Gesundheits-Campus in Lünen

Hochschul-Start im Herbst nimmt Formen an

Lünen Wo früher Kühe und Schweine geschlachtet wurden, sollen bald Studenten büffeln. Es gibt schon Anmeldungen – und auch in den Umbau des Gebäudes kommt mittlerweile Bewegung.

Hochschul-Start im Herbst nimmt Formen an

Auf diesem Gelände am ehemaligen Schlachthof soll ein ganzer Gesundheits-Campus entstehen. Start ist aber mit einem Studiengang im bestehenden Gebäude. Foto: Goldstein

Der Start des Gesundheits-Campus auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs an der Borker Straße rückt in greifbare Nähe. Es gibt schon einige Anmeldungen – und auch der Bauantrag ist auf dem Weg.

Das berichtet Heinrich Milk, dem das noch stehende Gebäude und der Rest der Fläche gehören. Das Bestandsgebäude solle „aufgehübscht“ werden, damit Unterricht und Verwaltung dort Platz finden. Vor allem neue Fenster brauche das Gebäude. Drum herum müsse ein Parkplatz mit Schranke gebaut werden.

Lünen als Hochschulstandort

Aus Schlachthof soll ein Uni-Campus werden

LÜNEN Laut Ansicht der Stadt ist Lünen „auf dem Weg zum Hochschulstandort“. Am 1. Oktober könnten bereits die ersten Studenten ihr Studium aufnehmen. Der Campus soll in der Nähe der Innenstadt entstehen. Der Geschäftsführer der betroffenen Universität aber bremst.mehr...

Wie berichtet, soll in Lünen ein „Campus Gesundheitswirtschaft“ entstehen. Die private Dresden International University (DIU) will dort die Angebote betreuen. Der Start soll aber ganz bescheiden sein – mit dem Bachelor-Studiengang Management für Gesundheitsfachberufe, wie Dr. Ulrich Bremer, Geschäftsführer der DIU auf Anfrage berichtet.

Mehr Anmeldungen nötig

Ursprünglich hatten Bremer und Wirtschaftsförderer Eric Swehla mitgeteilt, dass die Uni an den Start gehen könnte, wenn sich mindestens zehn Teilnehmer finden. Diese Zahl ist laut Swehla mittlerweile erreicht – reicht laut Bremer aber nicht mehr aus. „Wir brauchen mehr als 20 Anmeldungen, damit der Studiengang im November starten kann“, sagt Bremer. Die zehn Anmeldungen hätten lediglich für eine Art Zertifikatskurs gereicht. Dass die ersten Studenten im November in Lünen anfangen, „da sind wir sehr optimistisch“, sagt Bremer. Schließlich sei es normal, dass ein Studiengang für November im Mai noch nicht ausgebucht sei.

Läuft alles glatt, haben die Studenten alle Kurse auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs. Der Lüner Studiengang dauert sechs Semester, also drei Jahre. Nach früheren Angaben der DIU zahlen Studenten dort etwa für einen zweijährigen Master-Studiengang rund 20.000 Euro. Die Gebühren für den Studiengang Management für Gesundheitsfachberufe in Lünen liegen laut Swehla bei 10.000 Euro.

Er habe den Eindruck, sagt Bremer, dass in Lünen alle an einem Strang zögen: Der Bürgermeister, der Wirtschaftsförderer und auch die Arbeitgeber.

„Spannendes Projekt“

Deswegen könne er sich vorstellen, das Angebot bald auszuweiten. Dafür wolle er jedoch zuerst die Arbeitgeber fragen, welche Erwartungen und Anforderungen sie haben. Axel Weinand, Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, hatte schon den Gesundheits-Campus schon früher „ein spannendes Projekt“ genannt, das er sich für Lünen wünsche. Die Klinik am Park hoffte auf „Synergie-Effekte“, wie Standort-Leiter Stefan Grave sagte.

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