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Fußball-Westfalenliga: Lüner SV patzt

Individuelle Fehler werden zu geschenkten Toren

LÜNEN Trotz einer guten Leistung verlor der Lüner SV am Ende die Partie gegen YEG Hassel recht deutlich. Grund dafür waren individuelle Fehler, die Hassel konsequent nutzte.

Individuelle Fehler werden zu geschenkten Toren

Fabian Pfennigstorf (l.) und seine Mannschaftskameraden vergaben im Spiel gegen Hassel zahlreiche Chancen. Foto: Weitzel

Fußball-Westfalenligist Lüner SV hat am Sonntag gegen YEG Hassel mit 0:3 verloren. LSV-Trainer Mario Plechaty Trainer wusste, warum sein Team verloren hat. Vorne zahlreiche klare Chancen vergeben und hinten drei Geschenke verteilt – so lautete am Ende das Fazit.

Gegen die läuferisch starken und abgezockt auftretenden Gäste griff der Gastgeber erst ab der Mittellinie an, um dann gefährliche Konter einzuleiten. Beide Teams tasteten sich zunächst ab. Die erste Chance bot Adem Cabuk, der einen Freistoß drüber setzte (9.). Fabian Pfennigstorf, der sich von Anfang an austoben sollte, schoss aus 13 Metern auch drüber (13.).

Hassel nutzt erste Gelegenheit zum Treffer

Auf der Gegenseite rettete Michel Josch glänzend gegen Serhan (16.). Die größte Chance zur Führung vergab Milan Sekulic, der einen Querpass von Savas Turhal abfing aber auch verschoss (18.). Hassel dagegen nutzte die erste Gelegenheit. Einen Distanzschuss von Serhan schätze Josch falsch ein. Der Ball schlug, trotz Streckung von Josch, in die untere Ecke ein – 0:1 (28.). Der LSV war kurz geschockt, hatte durch Sekulic, der zu lange zögerte, wieder eine gute Chance (37.). Kurz vor der Pause rettete Josch zweimal gegen Faruk Gül (41./43.).

Nach dem Seitenwechsel drängte der LSV. Halil Elitok (50.) und Pfennigstorf (52.) scheiterten. Den Torschrei auf den Lippen hatten die Zuschauer, als Pfennigstorf eine Ecke von Ali Bozlar volley aufs Tor hämmerte. Hassels Keeper Enes Kurt lenkte den Ball aber noch zur Ecke, die nichts einbrachte (58.).

Missverständnis führt zum 0:2

Nach einem Rückpass von Bozlar wollte Josch zu Eltiok lupfen, spielte aber Ridvan Demircan an, der sich bedankte und den Ball zum 0:2 (61.) in die Maschen setzte. Der LSV, der jetzt das Spiel in der Hand hatte und selber agierte, statt zu Kontern, hatte weitere Gelegenheiten. Pfennigstorfs Schuss lenkte Kurt wieder über die Latte (65.). Auch der eingewechselte Hakan Uzun fand seinen Meister in Kurt (68.).

Ein Kopfball von Samet Akyüz wurde aus kurzer Entfernung geblockt (78.). Sekulic verpasste es, den Abpraller zu verwerten. Als auch Kapitän Matthias Drees hinten patzte, sagte Arthur Fell Danke. Drees hob beim Querpass von Asante im 16er das Bein und wollte den Ball wohl für Torwart Josch durchlassen – 0:3 (80.). Mehr als ein Schuss (89.) von Akyüz, der wie die gesamte Mannschaft eigentlich gut spielte, kam nicht mehr heraus.

„Fakt ist, dass Hassel nicht weiß, warum sie mit drei Toren nach Hause fahren. Wir haben heute sechs Chancen gehabt und kein schlechtes Spiel gemacht. Das war ein verrücktes Spiel. Für Mittwoch gilt es, die Fehler abzustellen“, so LSV-Trainer Mario Plechaty.

LSV: Josch - Osmani (46. Asante), Malcherek, Bozlar, Akyüz, Drees, Elitok, Acar, Sekulic, Cabuk (62. Speker), Pfennigstorf (66. Uzun)
YEG: Kurt - Sari, Ersoy, Serhan (85. R. Demircan), Fell, Gülgün, E. Demircan (85. Gül), Cantürk, Esen, Özkaya
Tore: 0:1 Serhan (28.), 0:2 E. Demircan (61.), 0:3 Fell (80.)

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