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Kegeln: Preußen sauer auf den SSV

LÜNEN Über schlechte Stimmung im Verein, ausgerechnet nach der Meisterfeier des Stadtsportverbandes, sprach unsere Zeitung mit Karl-Heinz Laux, Vorsitzender SV Preußen 07 Kegeln.

Kegeln: Preußen sauer auf den SSV

<p>Ein großer Aufschrei: Karl-Heinz Laux, Vorsitzender der Kegler des SV Preußen, ist sauer auf den Stadtsportverband.</p>

Die Meisterehrung 2008 des Stadtsportverbandes Lünen ist nun schon einige Tage Geschichte. Sie haben sich geärgert? Laux: Der erste Zorn über die unangemessene Behandlung der Sportkegler bei der Veranstaltung ist etwas verraucht. Das heißt allerdings nicht, dass wir die Art und Weise, wie von Seiten des Stadtsportverbandes mit uns umgegangen wurde, auch nur im mindesten billigen.

Erklären Sie dies... Laux: Bereits in der Vorbereitung hat es unbegreifliche Pannen gegeben. Nachdem wir die Meldeunterlagen beim Vorstand, Geschäftsführer Burkhardt Körbl, eingereicht hatten, wurde zum ersten Mal die Zuordnung der Erfolge unserer Aktiven durcheinander gebracht und damit falsch dargestellt.

"Unbegreifliche Pannen"

Wie ging es weiter? Laux: Daraufhin haben wir erneut eine korrekte Aufstellung der Erfolge und Personen zugesandt. Bei der Veranstaltung selbst durften wir miterleben, dass wiederum viele falsche Zuordnungen vom Stadtsportverband SV vorgenommen wurden. Die unglaublichste Verfehlung war die Nichtberücksichtigung unserer Mannschaften. Auf diesen Missstand hingewiesen, bekamen wir von Christian Zapp als Vorsitzendem des Stadtsportverbandes die Aussage, wir seien eine Individualsportart und daher als Mannschaft nicht zu ehren.

Wie wurde das begründet? Laux: Laut Beschluss im SSV, angeblich 2002, wird Kegeln als Individualsportart angesehen. Wenn das in einem Protokoll festgehalten ist, sind wir daran interessiert, hier Einsicht zu nehmen. Es kann nicht sein, dass wir als Betroffene nicht über einen derartigen Beschluss informiert worden sind.

"Warum hat man uns nicht informiert?"

Aber aus Ihrer Sicht wurde doch bisher immer richtig geehrt? Laux: Warum hat man uns damals und erst recht jetzt vor der Meisterehrung darüber nicht informiert? Zumal in unserer Meldung die Mannschaften genannt waren. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist das Verhalten des SSV bezüglich unserer Ehrungen in den Jahren 2002 bis 2007 wo man durchaus die Leistung unserer Mannschaften würdigte. Eine plausible Regelung gibt es offensichtlich nicht, da andere Sportarten, die in ähnlicher Weise ihre Mannschaftswettbewerbe austragen wie wir, auch in diesem Jahr geehrt worden sind. Ein Beispiel, was mir da einfällt ist Tischtennis.

Sie sind doch ein sehr erfolgreicher Verein? Laux: Seit den Anfängen unseres Vereins 1965 haben die Wettkämpfe unserer Mannschaften bei den Ligaspielen und anderen überregionalen Meisterschaften den weitaus größten Teil der sportlichen Aktivitäten ausgemacht. Insbesondere die Frauen-Mannschaften waren in dieser Zeit sehr erfolgreich. Fünfmal Deutscher Meister, zweimal Europacup-Sieger, zweimal World-Cup-Sieger, um nur die höchsten Erfolge zu nennen. Dies gelang auch deshalb weil wir dank einer guten und erfolgreichen Jugendarbeit, die ebenfalls zahlreiche Treppchenplätze bei Deutschen Meisterschaften vorzuweisen hat, Perspektiven anbieten können. Das macht uns seit Jahren zur erfolgreichsten Sportart der Stadt Lünen.

Bei Ihnen wirft doch eine der besten Keglerinnen Deutschlands... Laux: In unseren Reihen befindet sich mit Petra Renner eine Spielerin, die für ihre Verdienste im Sport mit dem Silbernen Lorbeerblatt der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden ist. Nicht weniger als elf Weltmeister-, neun Europameister- und über 70 weitere internationale und nationale Titel umfasst ihre Erfolgsbilanz.

"Interessen aller Sportler und Sportarten achten!"

Was erwarten Sie vom SSV? Laux: Wir Kegelsportler erwarten nichts anderes, als eine gerechte und faire, unseren Erfolgen entsprechende Behandlung.

Welche Erwartung haben die Kegelsportler an den Vorsitzenden des SSV? Laux: Wer sich als Vertreter von rund 24 000 Sportlern der Stadt fühlt und damit glaubhaft als Schwergewicht in der öffentlichen Diskussion bestehen will, sollte die Interessen aller Sportler und Sportarten achten. Dazu gehört selbstverständlich die Verpflichtung, sich nötigenfalls Informationen einzuholen, wenn der eigene Kenntnisstand dünn ist. Als vor einiger Zeit seitens der Stadtspitze die Interessen des Schwimmsports an seinen Sportstätten in Lünen schroff nach Gutsherrenart in der Öffentlichkeit abgebügelt wurden, haben sie sich heftig und völlig zu Recht gewehrt. Dass sie sich nun auf gleiche Gutsherrenart uns gegenüber darstellen, macht uns schon betroffen.

Wann sprechen beide Seiten miteinander? Laux: Der SSV hat sich noch nie bemüht, mit uns ins Gespräch zu kommen, um sich einen Überblick über unseren Sport zu verschaffen. In dieser Situation erscheint uns ein Gespräch zwischen uns das beste Mittel, die Differenzen auszuräumen und die offensichtlichen Informationsdefizite abzubauen. Wir fordern den SSV auf, mit uns einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Darüber hinaus laden wir den SSV und seinen Vorsitzenden gerne zu einem Bundesligaspiel unserer Damen in der neuen Saison ein. Als nächste Spiele und Termine bieten wir folgende Begegnung an: 13. September in Wuppertal, 27. September gegen Dortmund (amtierender Deutscher Meister) und 11. Oktober gegen Remscheid.

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