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Millionenschaden: Richter glauben „Kaiser-Franz“ nicht

LÜNEN Er gilt als der Star unter den Steuerhinterziehern und ist der Albtraum eines jeden Finanzbeamten: Nach mehr als drei Jahren ist am Landgericht der Prozess gegen den unter dem Spitznamen „Kaiser-Franz“ bekannten Dortmunder Franz W. (68) und einen seiner mutmaßlichen Lüner Helfer zu Ende gegangen.

Millionenschaden: Richter glauben „Kaiser-Franz“ nicht

Die Richter der 44. Strafkammer verurteilten „Kaiser Franz“ nach der Rekordzahl von 216 Verhandlungstagen zu sieben Jahren und neun Monaten Haft. Es war eines der längsten Verfahren in der Dortmunder Justiz-Geschichte. Der mitangeklagte Installateur musste ebenso lange auf der Anklagebank sitzen. Ihn bestraften die Richter mit 7200 Euro Geldstrafe (180 Tagessätze).

Für die Kammer stand am Ende fest: Franz W. hat Ende der 90er Jahre ein kaum durchschaubares Geflecht von Schein- und Tarnfirmen aufgebaut, in denen mit Vorliebe haufenweise Scheinrechnungen abgeheftet wurden.

Mann aus Lünen fungierte als Strohmann

Ob für die Planung eines Campingplatzes oder die Übertragung von unzähligen Internet-Adressen – dahinter stand laut Urteil immer nur ein Ziel: „Das Finanzamt sollte mit Hilfe von Luftrechnungen zu Auszahlungen veranlasst werden“, sagte Richter Michael Schalück in der Urteilsbegründung. Dem Mann aus Lünen (57) sei dabei die Rolle eines Strohmanns zugekommen. Steuerschaden laut Urteil: 1,5 Millionen Euro.

Die überlange Verfahrensdauer sei, so Richter Schalück, in erster Linie auf den 68-Jährigen selbst zurückzuführen. „Mit frei erfundenen Behauptungen“ habe Franz W. den Prozess „in extremer Weise verschleppt“, hieß es. 

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