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1. Mai: Feier steht bevor am Cappenberger See

Stadt Lünen will Müll-Problem in den Griff bekommen

Lünen Jahr für Jahr pilgern am 1. Mai tausende Jugendliche auf die Grillwiese am Cappenberger See. Dort gibt‘s gute Laune, laute Musik, Alkohol und am Ende ziemlich viel Müll. Das Müll-Problem geht die Stadt in diesem Jahr anders an – und auch für Autofahrer an der Cappenberger Straße ändert sich etwas.

Stadt Lünen will Müll-Problem in den Griff bekommen

Am Tag danach sieht die Grillwiese üblicherweise so aus. Die Stadt will dem jetzt entgegenwirken. Foto: Fröhling

Auch in diesem Jahr werden wieder mehrere tausend Jugendliche zur Maifeier auf dem Gelände der ehemaligen Grillwiese am Cappenberger See erwartet. Damit die Feierlichkeiten für alle Beteiligten reibungslos ablaufen, trifft die Stadt Lünen – obgleich sie nicht Veranstalter der Feier ist – Vorbereitungen.

DRK, THW und Co.

In Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, der Polizei und Feuerwehr, einem privaten Ordnungsdienst sowie dem Streetworkteam, dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk will die Stadt mit zahlreichen Maßnahmen sowohl für die Sicherheit und sanitäre Versorgung der Feiernden als auch für die Einhaltung der geltenden Verhaltensregeln sorgen.

Es gibt wieder mobile Toiletten und spezielle Abfallbehälter. Für die Erstversorgung von Verletzten und stark alkoholisierten Personen wird der DRK mit einem Rettungszelt vor Ort sein. Ein besonderer Fokus liegt auch in diesem Jahr auf dem Jugendschutz. Als Ansprechpartner für die Jugendlichen wird daher neben Einsatzkräften der Polizei auch das städtische Streetworkteam am 1. Mai im Einsatz sein.

Das ist in diesem Jahr neu:

Erstmals wird in diesem Jahr laut Stadt das „Prinzip der offensiven Müllvermeidung verfolgt“, um die großen Mengen Müll auf dem Platz möglichst schon während der Veranstaltung zu reduzieren.

Das heißt im Klartext: An den Zugangspunkten zur Grillwiese gibt‘s für die Jugendlichen Müllsäcke gegen eine Pfandgebühr von fünf Euro. Auch vorab sind die Müllsäcke bereits in den Oberstufen der Lüner Schulen verteilt worden. Die fünf Euro Pfandgebühr gibt‘s zurück, wenn die Jugendlichen den gefüllten Müllsack an der Grillwiese abgeben. Die Stadt schreibt weiter: „Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, Gebrauch von diesem Angebot zu machen und ihren Müll in den Säcken bzw. den bereitstehenden Abfallbehältern zu entsorgen, statt ihn auf der Wiese liegen zu lassen.“

In puncto Verkehrskonzept setzt die Stadt auf die bewährten Maßnahmen der Vorjahre. Neu ist, dass die Cappenberger Straße bei Bedarf während der Zeiten des zu erwartenden größten Andrangs zu Beginn des Tages komplett gesperrt wird sowie darüber hinaus ganztätig zur Tempo 30 Zone – „um die Gefahr von Unfällen zu minimieren“, wie es bei der Stadt heißt. Das Parken auf dem Richard-Schirrmann-Weg im Bereich rund um die Grillwiese ist untersagt und die Zuwege hierzu werden gesperrt. Dort unberechtigt parkende Autos werden abgeschleppt. Auch die Straße „Dreischfeld“ wird aus Sicherheitsgründen für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Campieren und zu viel Lärm verboten

Da es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verstößen kam, erinnern die Ordnungsbehörden zudem erneut an die geltenden Verhaltensregeln. Wie in den Vorjahren ist das Zelten und Campieren auf dem Feiergelände nicht erlaubt. Um die Anwohner zudem vor Lärm zu schützen, ist auch der Einsatz von mobilen Diskotheken und Stromaggregaten untersagt. Polizei und Ordnungsdienste werden darauf achten, dass Störungen durch Lärm weitgehend minimiert werden und bei übermäßiger Lautstärke auch Musikanlagen einziehen.

Aus Sicherheitsgründen weisen die Ordnungsbehörden zudem auf das Verbot von entzündlichen Flüssigkeiten, Gasflaschen und Pyrotechnik hin. Auch Einkaufswagen dürfen nicht mit auf das Gelände gebracht werden. Zulässig sind nur Maiwagen in üblichen Größen. Die Einhaltung der Vorgaben wird an den Zugangsstellen zur Grillwiese entsprechend kontrolliert.

Im vergangenen Jahr waren rund 5200 Jugendliche in der Spitze gleichzeitig auf der Grillwiese – eine verhältnismäßig geringe Zahl, weil es damals den ganzen Tag über regnete.

Weil die Cappenberger Straße am 1. Mai bei Bedarf gesperrt wird, fährt die VKU-Linie R19 an diesem Tag eine Umleitung. Die Haltestellen „Gottfriedstraße“, „Bergkampstraße“, „Waldfriedhof“, „Kriegerdenkmal“, „Schloss Cappenberg“, „Oberförsterei“, „Cappenberg Kreuzkamp“, „Privatweg“ und „Bork Straßengabe-lung“ entfallen ersatzlos.

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