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Catering-Unternehmen aus Lünen klagt

Streit um Betriebsrat bei der Firma Stolzenhoff

LÜNEN Die Firmenleitung der Firma Stolzenhoff will sich von einem Mitarbeiter trennen, der Kollegen beleidigt haben soll. Der Anwalt des Mitarbeiters vermutet, dass hier versucht wird, dem Betriebsrat das Leben schwer zu machen. Eine Klärung erfolgt vor Gericht.

Streit um Betriebsrat bei der Firma Stolzenhoff

Die Firmenzentrale des Catering-Unternehmens Stolzenhoff an der Straße "Auf der Höhe" in Brambauer. Dort gibt es Ärger zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Foto: Oskar Neubauer

Seit im Herbst 2017 erstmals ein Betriebsrat installiert wurde, hängt beim Lüner Cateringbetrieb Stolzenhoff der Haussegen schief. Vor dem Arbeitsgericht Dortmund versucht die Geschäftsführung seit Dienstag, ein Mitglied der Arbeitnehmervertretung loszuwerden.

Für eine fristlose Kündigung benötigt die Unternehmensführung jedoch die Zustimmung des übrigen Betriebsrates. Weil dieser sein Einverständnis verweigert, kommt es nun zur gerichtlichen Auseinandersetzung.

Schwere Vorwürfe erhoben

Die Vorwürfe gegen das Betriebsratsmitglied wiegen schwer: Der Mann soll einen Kollegen unter anderem als „dummen Ausländer“ beleidigt und bei einer Art Verfolgungsjagd im Auto bedroht haben. In der Güteverhandlung am Dienstag spielte der Anwalt des Arbeitnehmervertreters die Anschuldigungen jedoch herunter. „Da ist überhaupt nichts dran“, sagte Klaus Pahde. „Solche Vorfälle hat es nicht gegeben.“

Dem Betriebsrat die Arbeit erschweren

Für den Arbeitsrechtler steht vielmehr fest, dass Stolzenhoff mit allen Mitteln versucht, die Arbeit des neu installierten Betriebsrates zu erschweren. „Hier werden Dinge konstruiert. Die Situation im Betrieb ist geradezu grotesk“, sagte Pahde. Seit der Wahl des Betriebsrates habe es zwei Klagen gegen die Rechtmäßigkeit der Zusammensetzung des Gremiums gegeben. Und weitere zweimal habe das Unternehmen versucht, einen Arbeitnehmervertreter fristlos aus dem Betrieb zu entfernen.

Dritte Klage in Vorbereitung

Eine dritte Klage sei außerdem in Vorbereitung. Das Gericht wird nun am 30. August beim Kammertermin mithilfe von Zeugen versuchen, die angebliche Beleidigung und Bedrohung aufzuklären.

Das Unternehmen entstand aus einer Fleischerei in Brambauer. Auf der Unternehmensseite heißt es: „Heute bietet die Firma Stolzenhoff Komplettlösungen für den Privatkunden als auch für den Geschäftskunden an. Gefeiert wird in großen oder kleinen Locations direkt bei Stolzenhoff.

Oder extern – ganz nach Wunsch. Der Gastgeber bestimmt Ort, Zeit und Umfang der Veranstaltung. Von der Familienfeier bis zur Großveranstaltung. Stolzenhoff konzipiert, berät, organisiert und realisiert. Von 10 – 20.000 Personen. Kein Problem.“

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