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Gute Aussichten für Verbraucherberatung Lünen

Verhandlungen zwischen Land, Kreis und Stadt laufen

Lünen Ende des Jahres läuft der Vertrag zwischen Land, Kreis und Stadt Lünen in Sachen Lüner Verbraucherberatung aus. Aber die Chancen, dass es auch die nächsten fünf Jahre weitergeht, sind sehr groß. Das sagte Kreis-Dezernent Dirk Wigant am Mittwoch.

Verhandlungen zwischen Land, Kreis und Stadt laufen

Die Verbraucher-Beraterinnen Pia Blödow (l.) und Jutta Gülzow (r.) stellten den Jahresbericht Lüner Politikern und Vertretern der Stadt und des Kreises Unna vor. Foto: Beate Rottgardt

Ende 2018 läuft der Vertrag zwischen Land, Kreis, Stadt und der Verbraucherzentrale aus. Derzeit laufen die Verhandlungen über die Verlängerung für weitere fünf Jahre von 2019 bis 2023.

7407 Ratsuchende bei der Lüner Verbraucherberatung

„Ich denke, es ist gut angelegtes Geld“, so Kreis-Dezernent Dirk Wigant am Mittwoch in der Lüner Verbraucherberatung. Die Kosten teilen sich das Land NRW (50 Prozent), der Kreis Unna (30 Prozent) und die Stadt Lünen (20 Prozent). Im September wird der zuständige Kreisausschuss entscheiden, im Oktober dann der Kreistag. Wigant: „Ich gehe davon aus, dass der Kreis mehrheitlich dem neuen Vertrag zustimmen wird.“

Wigant: „In Lünen soll es genauso weiterlaufen wie bisher.“ Hier teilen sich drei Beraterinnen zwei Stellen, dazu kommt eine halbe Stelle für eine Verwaltungskraft.

Im vergangenen Jahr suchten 7407 Ratsuchende die Beratungsstelle, Kirchstraße 12, auf. Dazu kamen 772 Kontakte bei Veranstaltungen, aus denen sich dann oft auch intensive Beratungsgespräche ergaben. Diese Zahlen nannte Jutta Gülzow, Leiterin der Beratungsstelle, bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Viele Anfragen zum Thema Telefon

Die meisten Anfragen kamen zu den Bereichen Telefon und Dienstleistungen. Aber auch die Themen Finanzen, Konsumgüter und Energie beschäftigten Ratsuchende und die drei Beraterinnen Jutta Gülzow, Pia Blödow und Angret Westermann.

Digitalisierung, Datenschutz, Integration und Teilhabe - die großen Themenfelder der Gesellschaft kennzeichneten die Arbeit der Verbraucherberatung Lünen im vergangenen Jahr. So ist die Zahl derjenigen gestiegen, die die Möglichkeit nutzen, einmal im Jahr kostenlos ihre Daten bei Auskunfteien wie der Schufa zu erheben.

Ärger mit Inkasso-Unternehmen

Ärger gab es auch immer wieder mit Inkasso-Unternehmen, die einen Hang zu überhöhten Gebühren haben. Jutta Gülzow: „Man sollte solche Briefe immer ernst nehmen, entgegen der Ratschläge, die man im Internet findet“, so Jutta Gülzow, Leiterin der Lüner Verbraucherberatung. Man sollte einmal schriftlich reagieren und widersprechen.

Immer wieder, so Beraterin Pia Blödow, seien 2017 gerade Flüchtlingsfamilien von Vertriebsmitarbeitern einiger Energieunternehmen aufgesucht worden. Am Ende haben sie die Familien dazu gebraucht, etwas zu unterschreiben. Angeblich nur, um nachweisen zu können, dass sie da gewesen sind.

In Wahrheit war es eine Vollmacht, den bisherigen Vertrag mit dem Energielieferanten zu kündigen und einen neuen einzugehen. Pia Blödow: „Eine Familie hatte sechs Verträge abgeschlossen, aber immer weiter an den bisherigen Versorger gezahlt.“

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