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Ein Unternehmen, zwei Städte und viele Fragen

Wieso es beim Bauantrag der Firma Aulich Probleme gab

Lünen. 2013 ist Hans-Jörg Aulich mit seiner Spedition ins Industriegebiet Achenbach nach Brambauer gezogen. Auf Lüner Gelände – größtenteils. Dass Teile jedoch auf Dortmunder Gebiet liegen, wäre fast zum Problem geworden.

Wieso es beim Bauantrag der Firma Aulich Probleme gab

Durch den Anbau unten links auf dem Plan verläuft die Stadtgrenze – und genau das wäre fast ein Problem für die Spedition geworden. Der neue Gebäudeteil soll dort entstehen, wo in dieser Bildmontage noch die Autos stehen. Foto: Fröhling / Montage Klose

Am Ende ist Hans-Jörg Aulich erleichtert. Den Zeitplan wird er wohl nicht mehr einhalten können – und auch dieses Jahr wird der Anbau wohl nicht mehr fertig werden. Aber immerhin kann er jetzt planen. Hans-Jörg Aulich wollte sich einfach nur vergrößern. Aber sein Grundstück ist teilweise auf Lüner, teilweise auf Dortmunder Stadtgebiet. Und das hat die Sache ziemlich kompliziert gemacht. Aber von vorne.

67 Mitarbeiter

Das Unternehmen Aulich existiert seit 1990, transportiert Hausgeräte in den Einzelhandel, zu Media Saturn, Metro, Real und Co. Brambauer ist einer der zentralen Umschlagpunkte für Hausgeräte in NRW. 67 Mitarbeiter beschäftigt Aulich mittlerweile. Und das Unternehmen wächst. Deswegen ist er vom Gewerbegebiet „Im Berge Ost“ nach Achenbach gezogen. Deswegen hat er dort 2016 schon einmal angebaut. Und deswegen hat er Anfang des Jahres einen weiteren Antrag gestellt. Rund 800 Quadratmeter soll die neue Halle groß sein. „Alle Abstandsflächen sind eingehalten“, erklärt Aulich.

Und von Lüner Seite sei auch alles in Ordnung gewesen. Aber knapp 200 Quadratmeter der neuen Halle liegen auf Dortmunder Gebiet. Die Stadtgrenze verläuft mitten über die Rangierfläche für die Lkw. Und mitten über einen Parkplatz, der für die Halle weichen und für den an anderer Stelle Ersatz geschaffen würde.

Vorläufige Ablehnung

Aber von den Behörden aus Dortmund, sagt Aulich, sei immer eine „vorläufige Ablehnung“ gekommen. Ein Problem für den Unternehmer. Wenn er weiß, dass er auf keinen Fall anbauen darf, muss er neu planen. So aber läuft er dann Gefahr, jederzeit doch noch die Erlaubnis zu bekommen. Woran genau es eigentlich hapert, weiß er aber nicht. Also wartet er.

Und auch auf Anfrage dieser Redaktion wird nicht klar, woran es bei Aulichs Bauantrag scheiterte. Am Mittwoch (18.) finde ein wichtiges Gespräch zwischen allen Beteiligten statt. Möglicherweise sei dann alles geklärt. Und tatsächlich: Nach dem Gespräch, an dem wohl mindestens die Dortmunder Behörden und die Lüner Wirtschaftsförderung teilgenommen haben, hat Aulich endlich Klarheit: Er kann bauen.

Klar ist: Weil sein Grundstück sowohl auf Dortmunder als auch auf Lüner Stadtgebiet liegt, hat es Probleme gegeben. Über alle anderen Details schweigen sich die Behörden aber aus. Von der Stadt Dortmund heißt es: „Gespräche unter allen Beteiligten haben in dieser Woche dazu geführt, dass die betreffende Firma ihre gewünschten Ausbaupläne weiter voran treiben kann. Mit Blick auf die Vertraulichkeit des Austausches wird die Stadt Dortmund zu den Details keine Stellung beziehen.“

Keine Informationen

Und Wirtschaftsförderer Eric Swehla schreibt: „Hierzu wurden auf vielen Ebenen Gespräche geführt und wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir, um weitere aktuelle und zukünftige die Stadtgrenzen überschreitende Projekte nicht zu gefährden, zu Details leider keine Informationen weitergeben können. Wir können Ihnen jedoch versichern, dass Wirtschaftsförderung und Stadt Lünen, in jedem Einzelfall alle – auch Stadtgrenzen überschreitende interkommunale Ansätze – intensivst verfolgen, um die Interessen der Lüner Unternehmen zu vertreten.“

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