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Erster Pilger in Olfen: Jetzt erzählen die Eltern aus Australien

OLFEN/GISBORNE Kürzlich besuchte ein junger Jakobsweg-Pilger Olfen, Boris Gerasimon. Im fernen Australien lasen nun seine Eltern den Bericht auf unserer Internetseite. Sie freuten sich so darüber, dass sie gleich eine Email schrieben und noch etwas aus Boris Leben verrieten.

Erster Pilger in Olfen: Jetzt erzählen die Eltern aus Australien

Pastor Bernd de Baey (v.l.), Pilger Boris Gerasimon, Christoph Reinkober, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heidi Wever.

„Mit Interesse haben wir ihren Artikel über unseren Sohn auf ihrer Seite gelesen und uns über das schöne Bild sehr gefreut“, schreiben Peter und Helga Gerasimon. Sie erzählen, dass Olfen für ihren Sohn Boris eigentlich kein unbekannter Ort ist. Bereits als Dreijähriger war er hier zu Besuch, was ihm wohl gar nicht bewusst war, denn seine Tante lebte bis 1987 in Olfen.

Tagebuch aus Europa

Sie berichten von ihren elterlichen Sorgen, „wenn jemand sich zu Fuß zum „Ende der Welt“ begibt. Sie sind jedoch froh darüber, dass ihr Sohn ihnen täglich einen mehrseitigen Bericht über seine Reise per Internet – „eine Art Tagebuch“ – schickt: „Er ist gerade in Frankreich und wandert Richtung Süd-Westen. Die erste Etappe über Bremen, Osnabrück nach Münster war interessant. Die zweite Etappe über Olfen, Dortmund, Köln, Trier noch interessanter.

Einladung in die Oper

Er sprudelt von Begeisterung. Nur eine Nacht ist er durchgelaufen, weil er kein Dach über dem Kopf gefunden hat. Überall nette Menschen die ihn ansprechen, teilweise aufnehmen, kulinarisch verwöhnen und ein Bett anbieten. Er hat bei Privatleuten, in Gemeindehäusern, Kirchen und Klöstern übernachtet. Mit Mönchen und Priestern gefrühstückt und manchmal bis Mittag lange und ausführlich geplaudert. In die Oper wurde er auch eingeladen. Die Gastgeberin spielte die Violine in dem Stück. Alles ist hoch interessant und aufregend.“

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