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Junge Störche wurden beringt

OLFEN Wenn in Zukunft die Störche mit den Ringnummern 2x442, 2x443 und 2x444 gesehen werden, können Fachleute sofort feststellen: Sie sind in Olfen in der Steveraue zur Welt gekommen. Am Samstag wurden die drei Jungstörche beringt - und einer wurde unruhig.

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Michael Jöbgies bringt den Ring an.

Vogelkundler Michael Jöbgies bei der Beringung.

In der Steveraue in Olfen sind Storchenkinder geschlüpft. Jetzt wurden sie beringt.

Für Vogelkundler Michael Jöbgies war die Beringung eine einfache Sache. Denn unzählige Störche und andere Vögel hat er landesweit in den letzten Jahren beringt.Per Hubwagen herangefahren

Zunächst war ein Jungstorch am Samstagmorgen aus der Ferne deutlich zu erkennen, doch als der Hubwagen sich in Richtung Horst in Bewegung setzte, legte auch er sich hin. Bauhofmitarbeiter Willi Dirkmann, seit zwei Wochen auch Schützenkönig in Sülsen, ließ es sich nicht nehmen, den Hubwagen zu steuern. Vorsichtig lenkte er den Wagen an den Horst heran, bis Michael Jöbgies die drei Jungstörche anfassen konnte.

Ein Storch wurde unruhig

Schnell war der erste Ring oberhalb des rechten Beines befestigt. Doch der in der Mitte liegende Storch wurde etwas unruhig. "Ich möchte jetzt nicht über einen Storch greifen. Wir sollten von einer anderen Seite heranfahren", sagte der Fachmann. Denn der mittlere und der große Storch wurden sehr unruhig. Jöbgies wollte vermeiden, dass er aufsteht, denn dann sei die Beringung schwieriger. Von einer anderen Seite war es dann aber kein Problem, auch die beiden anderen Jungstörche zu beringen. Nach nur rund 20 Minuten war das Werk vollendet, die Störche hatten ihre Ruhe.

Storcheneltern sind ahnungslos

"Die Beringung macht den Störchen nichts aus, sie haben es schnell vergessen", erklärte Jöbgies. Die Storcheneltern bekamen von der Aktion nichts mit. Sie befanden sich gemeinsam auf Futtersuche und kehrten erst zum Nest zurück, als alles rund um den Horst wieder normal war. "Sie werden auch nicht bemerken, dass Menschen am Horst waren", wusste der Ornithologe.

Vogelkundler tippt auf "Westzieher"

Die Jungstörche werden nun noch einige Zeit von ihren Eltern im Horst gefüttert. Dann werden sie die ersten Flugversuche starten und sich noch einige Tage in Horstnähe aufhalten, bevor sie ihre erste Reise in den Süden antreten. Die Eltern stärken sich dann noch rund zwei Wochen, bevor sie ebenfalls die Reise in den Süden antreten. Michael Jöbgies geht davon aus, dass es sich um so genannte Westzieher handelt - diese Störche fliegen über Spanien nach Afrika. Die "Ostzieher" nehmen dagegen die Route über den Bosporus.

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Michael Jöbgies bringt den Ring an.

Vogelkundler Michael Jöbgies bei der Beringung.

In der Steveraue in Olfen sind Storchenkinder geschlüpft. Jetzt wurden sie beringt.

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