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Schädlinge in der Lippeaue

Weidenbohrer bedroht Experiment bei Aussichtsplattformen

Olfen Die Aussichtsplattform an der Stever und der Steg in der Lippeaue sollen in vielen Jahren von Bäumen getragen werden. Doch das Experiment ist in Gefahr.

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Die Schäden sind deutlich sichtbar

Foto: Theo Wolters

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Einige Bäume an dem 60 Meter langen Steg in der Lippeaue sind von einem Schädling befallen.

Foto: Theo Wolters

Die Aussichtsplattform an der Stever und der Steg in der Lippeaue gehören zu einem Experiment des Unternehmens Baubotanik aus Stuttgart. Ziel ist es, dass die Stahlkonstruktion in einigen Jahren von den verwachsenen Bäumen gehalten wird. Dann könnten die gelben Stützen entfernt werden.

Beide Projekte sind nun jedoch von einem Schädling befallen. „Die Bäume an der Plattform an der Stever sind so sehr befallen, dass sie fast tot sind“, erklärte Hannes Schwertfeger vom Unternehmen aus Stuttgart am Donnerstag dem Bau- und Umweltausschuss. Diese seien auch nicht zu retten. Der Weidenbohrer hat die Bäume befallen. Die Löcher in den Stämmen sind deutlich sichtbar.

Umstieg auf andere Baumart?

Etwas besser sieht es, so Schwertfeger, an dem Steg in der Lippeaue aus. „Dort sind einige Bäume befallen, sie könnten ausgetauscht werden.“ Hannes Schwertfeger erklärte dem Ausschuss, man müsse nun überlegen, ob man das Experiment fortsetzen wolle. Dann sei aber an der Plattform an der Stever eine vollständige Neupflanzung notwendig. „Überlegen müsste man dann, ob die Pflanzung einer anderen Baumsorte von Vorteil ist.“ Und wolle man die Stützen in einigen Jahren nicht entfernen, das Experiment also nicht fortsetzen, dann solle man für eine Begrünung der Anlagen sorgen.

Bürgermeister Wilhelm Sendermann erklärte, man habe gewusst, dass man sich auf eine Experiment einlasse. „Olfener und Besucher haben viel Freude an den Aussichtspunkten“, so der Bürgermeister. „Wir wollten über die Möglichkeiten informieren. Nun müssen wir in den nächsten Monaten entscheiden, wie wir weiter vorgehen.“ Die Aussichtspunkte sollten auf jeden Fall erhalten bleiben.

Keine Gefahr für Besucher

Der stellvertretende Fachbereichsleiter Klemens Brömmel erklärte auf Anfrage der Redaktion, man habe an beiden Aussichtspunkten erst einmal einen Rückschnitt durchgeführt. Er betonte, die Aussichtspunkte seien trotz der Schädigungen der Bäume aber weiterhin gefahrlos zu betreten. Denn gehalten würden die Plattformen von der Stahlkonstruktion. Gibt es Probleme an diesen Aussichtspunkten, so ist der Aussichtsturm an der Lippe in Nähe des Hofs Tenkhoff nicht von einem Schädling befallen. Dort wurde eine Ahornart gepflanzt.

Hier sind die Schädlinge aufgetaucht

  • Plattform in der Steveraue: Pflanzung von Korbweide im April 2010, vollständig vom Schädling Weidenbohrer befallen
  • Aussichtturm am Lippeufer: Pflanzung von Bergahorn März 2014, Höhe 3,50 Meter, kein Schädlingsbefall
  • Steg am Lippebogen: Pflanzung von 156 Silberweiden im März 2015; Der Steg ist 60 Meter lang. Teilweiser Schädlingsbefall

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Die Schäden sind deutlich sichtbar

Foto: Theo Wolters

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Einige Bäume an dem 60 Meter langen Steg in der Lippeaue sind von einem Schädling befallen.

Foto: Theo Wolters

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