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Mobilitätskonzept in Olfen

Wie Olfen für besseres Klima sorgen will

Olfen Klimaschutz spielt eine wichtige Rolle. Die Stadt Olfen hat ein Büro beauftragt, Maßnahmen dafür zu entwickeln. Wir stellen die einzelnen Maßnahmen in einem Fragen und Antworten vor.

Wie Olfen für besseres Klima sorgen will

Ein Vorschlag für mehr Sicherheit vor der Grundschule ist, die Haltestelle an der Grundschule an die Oststraße zu verlagern.Wolters (A) Foto: Foto: Ruhfaut

Das Büro Ptv-Group in Düsseldorf hat sich in den letzten Monaten intensiv mit Olfen beschäftigt und einen Maßnahmenkatalog zum Thema Mobilität entworfen. Dieser wurde der Politik im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt.

Für welche Bereiche gibt es Vorschläge?


Das Büro hat sich mit dem Auto-Verkehr, dem Radverkehr und dem öffentlichen Personennahverkehr beschäftigt.

Was schlagen die Fachleute für den Bereich Fahrzeuge vor?


„Wir sollten den privaten Pkw-Verkehr verringern und die Mobilität für Personen ohne einen Pkw erhöhen“, so Sebastian Reichert vom Büro. Zu den Vorschlägen gehört die Einführung eines Carsharing-Angebotes. Die Verwaltung könnte Elektroautos anschaffen. Nach Dienstschluss könnten diese Fahrzeuge dann für ein Carsharing zur Verfügung stehen. In diese Maßnahme passt ein Antrag der CDU-Fraktion. Die Verwaltung soll demnach überprüfen, inwieweit bei Neuanschaffung auf E-Fahrzeuge umgestiegen werden kann.

Von Vorteil ist, wenn immer mehr Bürger vom Auto auf das Rad umsteigen. Was können geeignete Maßnahmen sein?


„Der Stadtbereich weist ein relativ gut ausgebautes Radwegenetz auf“, so Sebastian Reichert. Es würden aber noch einige Lücken, zum Beispiel entlang der Selmer Straße bestehen. Die Fachleute schlagen auch eine bessere Anbindung an Datteln und Ahsen mittels durchgängiger Radwege vor. Wichtig sei auch, an Bushaltestellen für Abstellmöglichkeiten für die Räder zu sorgen. Denken solle man zudem an Fahrradboxen für Besitzer von E-Bikes. Solche Boxen sind am neuen Haltepunkt an der Stadthalle vorgesehen. Das Büro schlägt auch eine Verbesserung der Straßenbeleuchtung an Radwegen vor. „Eine Straßenbeleuchtung gibt es zwar am alten Postweg, sie stehen jedoch weit auseinander.“ Sebastian Reichert empfiehlt der Verwaltung und Politik auch, die Markierungen von Radwegen zu erneuern. Einige seien bisher auch noch nicht gekennzeichnet. Als eine gute Idee bezeichnete er die Einführung von Radwegpaten für bestimmte Streckenabschnitte in Olfen. Reichert: „Die Paten übernehmen zum Beispiel die Zustandskontrolle.

Sehen die Fachleute Verbesserungsmöglichkeiten für den öffentlichen Personennahverkehr?

Die neue Schnellbuslinie zwischen Datteln und Münster sehen die Fachleute positiv. Jedoch sollte die Fahrzeit reduziert werden. So schlagen sie eine Ergänzung des Angebots vor. So sollte zur halben Stunde ein weiterer Schnellbus eingesetzt werden, allerdings mit einer kürzeren Linienführung. Zurzeit fährt der Bus auch über Seppenrade. Nach Ansicht des Büros sollten die Buslinien im Innenstadtbereich überprüft werden. Insbesondere die Marktstraße und die Straße Zur Geest sollten entlastet werden.

Die Einführung eines Quartierbusses wird seit Jahren in Olfen diskutiert. Diese würde Bürger aus den Außenbereichen zu einem Haltepunkt in der Innenstadt bringen. Wie sehen die Fachleute die Einführung?


Das Büro hält die Einführung eines Quartierbusses zusätzlich zum Bürgerbus nicht für sinnvoll. Nachteil eines Quartierbus sei, dass er haltestellengebunden fahren müsse. Der Bürgerbus sei flexibler, kann Fahrgäste auch zu Hause abholen.

Das Büro hat sich auch über eine Verbesserung der Situation vor der Wieschhofschule Gedanken gemacht. Welche Vorschläge gibt es?


Wichtig sei, Staus vor der Schule zu vermeiden und den Auto-Verkehr in Nähe der Schule zu verringern. Damit das „Elterntaxi“ nicht direkt an der Schule vorfahren muss, solle man, so Sebastian Reichert, über Hol- und Bringzonen für den Schülerverkehr nachdenken. Eine solche Zone, wo die Eltern ihre Kinder morgens aussteigen und nach der Schule einsteigen lassen, könnte auf dem Parkplatz des Marienheims an der Oststraße entstehen. Die Schüler können dann durch den Vituspark zur Schule gehen. Eine weitere solche Zone können sich die Planer im Bereich Wasserburg/ Hafenstraße vorstellen. Reichert. „Die Haltestelle an der Wieschhofschule sollte überprüft werden.“ Man könne die Haltestelle entfernen und den Schulbusverkehr auf die Oststraße in Verbindung mit der Hol-/Bringzone verlagern.

Wie geht die Politik nun mit den Vorschlägen um?


Die Fraktionen werden den Maßnahmenkatalog diskutieren. Gemeinsam mit der Verwaltung soll dann überlegt werden, welche Vorschläge umgesetzt werden.

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