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Konzept soll bis Ende des Jahres stehen

Riesiges Interesse an der Dorfentwicklung

Raesfeld Mehr als 200 Besucher erschienen am Montagabend in der Sebastian-Schule, um über die Zukunft Raesfelds zu reden. Jetzt steht viel Arbeit an.

Riesiges Interesse an der Dorfentwicklung

Mehr als 200 Interessierte verfolgten am Montagabend in der Sebastian-Schule die erste „Raesfeld Konferenz“ zur Entwicklung eines Konzepts für die Zukunft Raesfelds.Fehmer Foto: Foto: Berthold Fehmer

Mit so viel Resonanz hatten wir nicht gerechnet“, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst zu Beginn. „Das zeigt, dass Ihnen Raesfeld, Erle und Homer, dass Ihnen das Dorf was wert ist.“ Elke Frauns vom Planungsbüro frauns erläuterte, welche Schritte bis Ende des Jahres für das Dorfentwicklungskonzept getan werden müssen. Wohnen, Arbeiten, Mobilität, Gesundheit, Leben, Klima, Zusammenhalt, Finanzen und der ländliche Raum – die Fülle an Themen sorge dafür, „dass hier fast jeder Stein einmal umgedreht werden muss“, so Frauns. Raesfeld werde die Umsetzung der Ideen „nicht aus dem Portmonee bezahlen können“, so Frauns. Die Eintrittskarte zur Förderung seien zwei Konzepte. Richtig gelesen: zwei! Eines ist das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK), das die gesamte Gemeinde betrachtet. Das zweite ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das nur den Raesfelder Ortskern und die Schlossfreiheit ins Auge fasst. Würde man nur am ISEK arbeiten, „wäre Erle leer ausgegangen“, so Frauns. Beim IKEK werde der Fokus auf Erle liegen.

Vier Phasen

Vier Phasen gelte es nun zu durchlaufen: Von der Bestandsanalyse über die Definition von Leitbild, Zielen und Projektideen, die Erarbeitung der Umsetzungsstrategie, Leit- und Startprojekten hin zum Konzept und Beschluss durch den Rat. „Es geht nicht darum, 500 Ideen für Raesfeld zu haben, aber vielleicht 20 Projekte, die Sie in den nächsten fünf, sechs Jahren angehen wollen“, so Frauns. Das Konzept gehe dann an die Bezirksregierung und das Land NRW.

Beteiligen können sich die Bürger von Juni bis Mitte Juli im Internet. Jede Woche, so Frauns, werde es eine neue Frage dort geben, die möglichst viele beantworten sollten. Am 7. September ist ein „Zukunftstag“ geplant. Ansprechpartner für das Konzept wird in der Gemeinde Daniel Knufmann im Rathaus sein.

Joachim Sterl erläuterte, warum eine Entwicklung Raesfelds wichtig sei. Man müsse die Zahlen zwar vorsichtig betrachten, sagte er, aber man gehe von einem Rückgang der Bürger Raesfelds bis 2040 von etwa 11.000 auf 10.000 aus. Fest stehe, dass die Zahl der Älteren immer größer werde, wodurch das Thema Wohnen in den Fokus rücke. Beantworten müsse man die Frage: „Wie und wo wollen ältere Menschen wohnen?“ Beim Thema Wirtschaft gelte es, den Branchenmix zu erhalten und Fachkräfte zu sichern.

Auf Karten schrieben die Besucher zu vier Themen (Wohnen, Arbeit, Mobilität, Freizeit) ihre Gedanken auf. Auch gefragt war eine Einschätzung der Raesfelder über Raesfeld, Erle und die Schlossfreiheit. Raesfeld sei ein lebenswertes Dorf, so der Tenor. Bemängelt wurde aber, dass es kein eindeutiges Zentrum, keinen eindeutigen Dorfplatz gebe sowie keinen Festsaal. Ein Drogeriemarkt und ein weiterer Lebensmittelmarkt wurden diskutiert. Erle attestierten die Besucher ein „starkes Wir-Gefühl“ – nur wenige Schwächen wurden genannt wie Parkplätze oder das Fehlen eines Cafés. Gewünscht wurde eine Aufwertung der Außenanlagen sowie ein schöner Park an der Femeiche, gerne auch mit Gastronomie. Die Schlossfreiheit sei ein schöner Naherholungsort, allerdings sei die Verkehrsanbindung schlecht. Zudem sei sie nicht gut an den Ort angebunden. Es fehle ein zum Umfeld passendes Hotel. Für die Außenbereiche wurde eine Umgestaltung angeregt.

Jetzt steht den Raesfeldern viel Arbeit bevor.

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