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Wasserversorgung für Raesfeld laut Konzept gesichert

Zuviel Nitrat in jedem sechsten Hausbrunnen

Raesfeld „Wir sind dazu verpflichtet“, sagte der erste Beigeordnete Martin Thesing über das neu erstellte Wasserversorgungskonzept, das am Montag dem Rat vorgestellt wurde. Auf 90 Seiten, erarbeitet von den Stadtwerken Borken, sei festgestellt worden, „dass die Wasserversorgung in Raesfeld gesichert ist bis zum Jahr 2040“. Auch wenn einige Risiken benannt werden.

Zuviel Nitrat in jedem sechsten Hausbrunnen

Die Wasserversorgung für Raesfeld ist in den kommenden Jahre gesichert. Foto: Jens Büttner/dpa Foto: picture alliance / Jens Büttner

Dazu zählen etwa die Nitratwerte. „Dazu muss man sagen, dass die Grenzwerte eingehalten werden“, betonte Thesing und meinte damit die Wasserversorger. „Die Gefahren sind beherrschbar, die damit verbunden sind.“ Wolfgang Warschewski (UWG) fand es hingegen „bemerkenswert“, dass bei 510 Hausbrunnen in Raesfeld 17,3 Prozent über dem Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter liegen. Thesing sagte, dass das Gesundheitsamt des Kreises Borken mit den Betreibern im Gespräch sei.

Wasserbedarf nimmt ab


Warschewski bezweifelte zudem, dass die im Konzept angenommene Bevölkerungsentwicklung noch aktuellen Zahlen entspreche, die eine stabile oder sogar leicht steigende Bevölkerungszahl zeigten. „Ein Prozent mehr oder weniger“ spiele da allerdings keine Rolle, entgegnete Thesing. Erwartet wird laut Konzept, dass der Wasserbedarf leicht abnehmen wird.

Um die Belastung mit Nitrat sowie Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln zu kontrollieren, empfiehlt das Konzept die Weiterführung der Kooperation mit der Landwirtschaft und die Beobachtung der Wasserqualität, um rechtzeitig reagieren zu können. Auch die Entwicklung beim „Fracking“, das derzeit in NRW verboten ist, müsse verfolgt werden.

Die Wasserqualität könne aber auch durch Verunreinigung oder Zerstörung von Anlagen zur Wasserversorgung beeinflusst werden. Das Risiko von Cyberangriffen auf die Trinkwasserversorgung wird als hoch angesehen. Alarmanlagen, persönliche Kontrollen und Maßnahmen zum Schutz vor Cyberangriffen werden empfohlen.

Erweitert werden solle die Speicherkapazität, da in Folge des Klimawandels mit einer Zunahme von Tagen mit Spitzenwasserbedarf zu rechnen sei. Als höchste Priorität sehen die Stadtwerke Borken aber die Sanierung von alten Asbestzement-Rohrleitungen und PVC-Leitungen, da Defekte der Rohrleitungen aufgrund zunehmenden Materialalters in Zukunft zunehmen könnten. „Die geplante Sanierungsstrategie ist daher rechtzeitig einzuleiten und bei Bedarf auch auf die Ortsnetze auszuweiten.“

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