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Öffentliche WLAN-Hotspots in Schwerte

Diskussion um mehr Standorte im freien WLAN-Netz

Schwerte In der Innenstadt von Schwerte gibt es schon einige WLAN-Hotspots, in den Stadtteilen erst einen. Das soll sich jetzt ändern, fordert die CDU. Die Idee stößt aber nicht nur auf Begeisterung.

Diskussion um mehr Standorte im freien WLAN-Netz

In der Innenstadt kommt man schon an vielen Standorten in das öffentliche Schwerter WLAN-Netz. Foto: Will

In Schwerte gibt es bereits mehrere öffentliche WLAN-Hotspots. So unter anderem auf dem Postplatz, auf dem gesamten Marktplatz, im Rathaus und auch in der Rohrmeisterei. Wenn es nach Dominik Lorber von der CDU geht, soll es zukünftig auch Hotspots in den Stadtteilen geben: „In der Innenstadt gibt es schon einige Hotspots, wir wollen uns dafür einsetzen, dass Schwerte an der europaweiten Initiative „WiFi4EU“ teilnimmt und damit weitere Hotspots vor allem in den Stadtteilen finanziert.“

Projekt „WiFi4EU“

Für das Projekt „WiFi4EU“ kann sich jede europäische Kommune seit dem 20. März anmelden. Unter allen Kommunen, die sich angemeldet haben und alle Auflagen erfüllen, werden dann Gutscheine im Wert von 15.000 Euro verteilt. Der Gutschein gilt sowohl für Geräte, als auch für die Installation von Wifi-Hotspots. Die Stadt verpflichtet sich im Gegenzug, mindestens drei Jahre lang für den Internetzugang und die Wartung der Geräte aufzukommen, um eine kostenlose und gleichzeitig hochwertige öffentliche WLAN-Internetanbindung zu gewährleisten. Und genau das sieht Oliver Weist, Geschäftsführer der Elementmedia GmbH, kritisch: „Der Netzzugang wird überhaupt nicht gefördert und das ist ja auch sehr teuer.“ Weist muss es wissen: Gemeinsam mit der Schwerter Sparkasse und den Stadtwerken Schwerte hat Elementmedia bereits ein WLAN-Netz in Schwerte mit derzeit zehn Hotspots errichtet.

Mehr öffentliche Hotspots

Und das soll stetig weiter ausgebaut werden: „Wir planen zurzeit noch Hotspots in der Bahnhofsstraße, am Bahnhofsvorplatz, in der Fußgängerzone bei Venezia, am Cava-Platz und im Wuckenhof.“ Die Plätze für die Hotspots seien ganz bewusst ausgewählt worden: „Wir schauen, wo viel los ist und wählen dann natürlich vorrangig benutze Plätze. Außerdem muss selbstverständlich eine Infrastruktur vorhanden sein“, so Weist.

In den Stadtteilen sei eben nicht so viel los, wie in Schwerte: „Wenn wir konkrete Hinweise bekommen, wo sich in den Stadtteilen viele Menschen aufhalten, bauen wir auch gerne dort das Netz weiter aus und errichten Hotspots. Aber wenn an den Orten kaum was los ist, macht das einfach keinen Sinn.“ Das sieht Marco Kordt, Vorsitzender des Ausschusses für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt, anders: „Die Stadtteile haben genau so einen Anspruch auf die WLAN-Anbindung wie die Innenstadt auch.“ Kordt unterstützt die Einrichtung weiterer WLAN-Hotspots mithilfe des „WiFi4EU“-Gutscheins. „Wünschenswert wäre natürlich ein flächendeckendes Netz in allen Stadtteilen, dafür werden die 15.000 Euro aber nicht reichen. Gut vorstellen könnte ich mir zum Beispiel einen Hotspot bei der Amtswiese in Westhofen.“ Diesen Standort hält auch Dominik Lorber für geeignet. „Neben den Stadtteilen stellen wir uns auch weitere Zugangspunkte in der Fußgängerzone und am Bahnhof vor.“

Großer Aufwand und hohe Kosten

Oliver Weist glaubt nicht, dass der Ausbau mithilfe des „WiFi4EU“-Gutscheins so vernünftig zu realisieren ist: „Die Hotspots müssen ja auch alle betrieben werden und das ist eine ganz andere technische Ebene als im eigenen Haus. Wir haben da hohe technische Ansprüche und alle Hotspots so gebaut, dass sie langfristig halten und nutzbar sind.“ Das alles habe auch Elementmedia, die Stadtwerken Schwerte und die Sparkasse schon viel Geld gekostet: „Da handelt es sich jetzt schon um ordentliche fünfstellige Beträge“, berichtet Weist. So ein öffentliches WLAN-Netz sei also mit viel Aufwand und hohen Kosten verbunden. Aus diesem Grund hält Weist auch nicht viel von sogenannten Freifunknetzen. Dabei stellen Privatpersonen ihren Internetzugang der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die dabei verwendeten Geräte kosten teilweise nur 15 Euro. „Die Leistungsfähigkeit ist da natürlich eine ganz andere als bei unseren Hotspots.“

Ob Schwerte sich für das Projekt „WiFi4EU“ anmeldet, soll der Planungsausschuss am 24. April (17 Uhr im Rathaus) entscheiden.

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