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Ein Tag Handwerksarbeit umsonst: Soziales und Kultur retten

SCHWERTE Einen Tag wollen Schwerter Handwerker kostenlos für die finanziell klamme Stadt Zange, Hammer oder Pinsel schwingen. Bereits 16 heimische Handwerksbetriebe haben sich per Selbstverpflichtung dazu entschlossen.

Ein Tag Handwerksarbeit umsonst: Soziales und Kultur retten

Ehrenamtlich Hilfe von Profis bieten heimische Handwerker sozialen Einrichtungen an. Dieter Wozigny (vorn), Michael Gerling, Frank Sczimarowski, Michael Aust, Kai Hesse und Ibrahim Zafer (v.l.) stellten die Idee vor.

Initiator der Aktion ist Michael Aust, der einen Sanitärbetrieb in der Brückstraße führt. „Fast jeder, den ich angerufen habe, will mitmachen“, freute er sich gestern. Dabei legen die Maler, Dachdecker, Elektriker und Klempner darauf wert, dass sie ihre Arbeit für Sozialeinrichtungen oder Stätten der Kultur einsetzen.

„Das kann vom Jugendheim über den Spielplatz bis zum Museum reichen“, erläutert Aust. Der Schritt ist für manchen der Beteiligten nicht so einfach, denn schließlich unterstütze man die Stadt ja schon durch Gewerbesteuer, so Ibrahim Zafer vom Malerbetrieb Hoffmann. „Aber das darf uns nicht abhalten“, glaubt Aust. Denn wenn man jetzt nichts tue, sei so manche Einrichtung angesichts maroder Stadtkassen bald geschlossen. „Wir wollen retten, was zu retten ist“, betont Kai Hesse vom gleichnamigen Sanitärbetrieb. Allerdings ist auch ihm klar: Das Engagement in Sachen Gebäudeunterhaltung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Trotzdem hoffen alle Beteiligten, dass sie nicht alleine bleiben. „Wir können weiterhin jede Firma gebrauchen, die sich engagiert“, betont Aust. Und er hofft, dass es vielleicht ähnlich erfolgreich werden könne, wie einst die Bestrebungen um das Elsebad.

Jede der 16 Firmen, die bislang mitmachen wollen, verpflichtet sich, mindestens einen Arbeitstag kostenlos zu stellen. Manche boten auch spontan zwei Tage an. Auf zwei Sachen legen die Beteiligten Wert: Die Stadt müsse das Material stellen und für das FAB will man nicht kostenlos arbeiten. Mit der Stadt haben sich die Betriebe bislang noch nicht unterhalten. Aber keiner kann sich vorstellen, dass die Verwaltung die freiwilligen Leistungen ablehnt. Weil jede helfende Hand gebraucht wird, sucht man weiterhin Mitstreiter. Die können sich bei Michael Aust unter Tel. 77 70 70 melden.

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