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Gastronomie und Kunst für zentralen Kultur-Ort

SPD Schwerte legt Nutzungskonzept für Wuckenhof vor

Künstler-Ateliers, Gastronomie, Kultur-Labor – die Schwerter Sozialdemokraten wollen dem Wuckenhof und seiner Umgebung neues Leben einhauchen. Die Verwaltung soll die SPD-Vorschläge prüfen.

Schwerte

von Petra Berkenbusch

, 13.06.2018
Gastronomie und Kunst für zentralen Kultur-Ort

Angelika Schröder (v.l.), Heinz Haggeney, Andreas Roters und Ursula Meise setzen sich für eine Belebung des Wuckenhofs ein. © Foto: Manuela Schwerte

Zwei Jahre lang haben die Kulturpolitiker der SPD in einer Denk-Werkstatt über die Zukunft des Wuckenhof-Areals nachgedacht und diskutiert. Jetzt haben sie ein Nutzungskonzept vorgelegt und beantragen beim Kultur- und Weiterbildungsbetrieb die Prüfung ihres Konzepts unter baulichen, organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Gesichtspunkten.

Am Mittwoch präsentierten Andreas Roters, Ursula Meise, Heinz Haggeney und Angelika Schröder ihr Konzept vor Ort. Fraktionsvorsitzende Schröder erläuterte: „Dieser zentrale Ort ist bedauerlicherweise verwaist. Aber er hat großes Potenzial.“ Das werde derzeit leider nur vom Tourismusbüro und einigen Büros der Kulturverwaltung genutzt. Schröder: „Die Frage muss erlaubt sein, ob wirklich Verwaltung in einem so tollen Gebäude sitzen muss.“

Zu schade für Büros

Die SPD hat für sich bereits eine Antwort gefunden: Sie würde den Wuckenhof lieber anders genutzt sehen als als Bürostandort. „Die Stärken dieses Gebäudes liegen woanders“, erklärt Andreas Roters das SPD-Konzept. Zum Beispiel als Gastronomie-Standort. Dazu heißt es im Konzept: „Ein gastronomischer Betrieb würde das Band zwischen Marktplatz und Rohrmeisterei komplettieren.“ Die Gaststätte, so stellen es sich die Sozialdemokraten vor, soll ins Erdgeschoss und im Sommer auch den Außenbereich nutzen können. Roters: „Vielleicht kann man auch das Kellergewölbe einbeziehen.“ Gewünscht wäre ein Betreiber oder eine Betreiberin mit starkem Interesse an der Kultur.

Denn der Wuckenhof soll ja nicht einfach nur in eine Kneipe verwandelt werden. Es geht den SPD-Politikern vielmehr um eine Bündelung kultureller Impulse an diesem Ort auf der Achse zwischen den bestehenden Einrichtungen rund um den Marktplatz (Museum, St. Viktor, VHS, Stadtbücherei) und die Rohrmeisterei (plus Javana und TaF). Dazwischen liegt neben dem Wuckenhof ja auch noch die Musikschule.

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Ateliers auf Zeit

Auch die Kulturinitiative, in der sich gegenwärtig die vielfältige Schwerter Kunst- und Kulturszene formiere, soll im Wuckenhof eine Heimat finden. Andreas Roters: „Hier könnten Ateliers auf Zeit zur Verfügung gestellt werden, in denen Bürger Künstlern bei der Arbeit begegnen könnten.“ Last, but not least, sollen auch die Institute des KuWeBe vom Wuckenhof profitieren. Roters: „Die Stadtbücherei könnte zum Beispiel Lesungen dort abhalten. Die Volkshochschule einen Bildhauerkurs anbieten.“ Ein Labor für kulturelle Bildung schwebt den Sozialdemokraten vor.

Ob das alles machbar ist, möchte die SPD-Fraktion von der Verwaltung prüfen lassen. 2019 sollen die Pläne diskutiert werden, 2020 soll dann in die konkrete bauliche Planung eingestiegen, 2021 mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Die Zeit brauche man auch, um die Finanzierung des Projekts sicherzustellen. Roters ist überzeugt, dass die Stadt dafür Fördertöpfe anzapfen kann: „Die regionale Kulturförderung ist bisher an Schwerte spurlos vorbeigezogen.“

Der spätere Betrieb kann nach Ansicht der SPD kostenneutral erfolgen.