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Kontaktstelle wigge: "Die Angst davor, verrückt zu sein"

SCHWERTE Das wichtigste Anliegen trägt sie im Namen: Die Kontaktstelle wigge in der Friedrichstraße soll Anlaufstelle sein für psychisch kranke Menschen. Nicole Jankowski sprach mit Ulrike Siepelmeyer-Müller.

Kontaktstelle wigge: "Die Angst davor, verrückt zu sein"

Das Team der Kontaktstelle wigge, von links: Ulrike Siepelmeyer-Müller mit ihren Mitarbeitern Stefanie Tarrach und Sebastian Bayer.

Burn-Out oder Depressionen? Immer mehr Menschen äußern sich heute offen zu psychischen Erkrankungen. Bricht langsam das Tabu? Siepelmeyer-Müller: Bezogen auf Depressionen ja. Auch über Suchterkrankungen wird offener gesprochen. Ich kenne eine nette, engagierte Dame, die sagt immer: Wenn ich mich nicht so offen vorstellen will, sage ich, ich bin trockene Alkoholikerin. Dass ich eine Schizophrenie habe, erzähle ich eher nicht so gerne. Ich glaube, dass es den Betroffenen schon etwas bringt, wenn über dieses Thema mehr geredet wird. Das ist meine Vermutung. Vielleicht hoffe ich das aber auch nur. Denn was bleibt, ist die Angst davor, verrückt zu sein oder zu werden.Als ich angefangen habe, änderte sich gerade der Umgang mit psychisch KrankenWarum haben Sie sich für die Arbeit in der Kontakt- und Beratungsstelle wigge entschieden?Siepelmeyer-Müller: Als ich hier vor 19 Jahren angefangen habe, war das einfach ein optimales Angebot. Ich habe Ergotherapeutin gelernt, hatte aber immer ein psychiatrisches Interesse. Zusammen mit meiner Kollegin haben wir die Kontaktstelle aufgebaut. Unser Thema war Kontakt, Beratung und Unterstützung von psychisch kranken Menschen beim Weg aus der Isolation. Damals änderte sich gerade die Versorgung psychisch Kranker. Man rückte davon ab, sie lange in der psychiatrischen Klinik wegzusperren und setzte mehr darauf, die Erkrankten ambulant zu behandeln.

Das komplette Interview lesen Sie in der Mittwochs-Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

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