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Kyrill: Lebensgefahr im Wald

SCHWERTE Feuerwehr rund um die Uhr im Einsatz/Familie evakuiert/Bürgermeister sitzt fest Der Sturm ist vorüber. Doch Lebensgefahr besteht noch immer. In den Wäldern drohen Spaziergängern abgebrochene Äste auf den Kopf zu fallen.

Kyrill: Lebensgefahr im Wald

Neue Chemiekalie in der Ruhr entdeckt.

„Wenn etwas aus 30 Metern Höhe herunterfällt, kann es sogar im Kopf stecken bleiben“, beschreibt Franz-Josef Pauly vom Forstamt die Gefahr durchaus drastisch. Die Warnung ist ihm sehr ernst: „Niemand sollte in den nächsten Tagen in die Wälder gehen.“ Stadtgärtner, Förster und Waldbesitzer sind derzeit mit der Schadensbilanz beschäftigt.25 Stunden Einsatz ohne Pause Die Müdigkeit stand den Einsatzkräften der Feuerwehr gestern ins Gesicht geschrieben. Zum Teil waren sie mehr als 25 Stunden ohne Schlaf und größere Pausen auf den Beinen. 128 Sturmeinsätze hatten die insgesamt 90 Kräfte aller Löschgruppen gestern Mittag hinter sich. Und an Feierabend war da noch nicht zu denken. In der ganzen Stadt gefährdeten am Donnerstag und am Freitag herunterfliegende Dachziegel, umgestürzte oder umsturzgefährdete Bäume Menschen, Häuser und Verkehr.Eine stürmische Bilanz: Feuerwehrchef Bernd Schaumann, der selbst nur zwischen 1.30 Uhr und 4.30 Uhr drei Stunden Schlaf fand, zog gestern Mittag eine erste Bilanz. Ein kleiner Auszug der stürmischen Ereignisse: Evakuiert werden musste eine Familie aus ihrem Haus an der Schlossstraße in Westhofen. Auf das Gebäude mitten im Park drohte eine große Pappel zu stürzen. Die beiden Betroffenen – Mutter und Sohn – fanden Unterkunft in dem Asylbewerberheim an der Schützenstraße.Am Bahnhof gestrandet Gestrandet waren rund 100 Reisende am Donnerstagabend im Bahnhof Schwerte. Die Feuerwehr bemühte sich um Verpflegung und Versorgung, doch gegen Mitternacht war der Zug bereits weitergefahren. „Sieben Reisende hatten allerdings in einer Gaststätte gesessen und waren nicht mitgefahren“, so Bernd Schaumann. Diese nahmen schließlich ein Taxi. Gefährlich war die Situation in Westhofen, da der Sturm auf der Zufahrt zum Naturfreundehaus Ebberg ein rund 300 Meter langes Stromkabel abgerissen hatte. Das Kabel lag auf der Straße. Stromausfälle verursachte Kyrill im Übrigen zeitweise überall im Stadtgebiet.Parkplätze durch Bäume versperrt Erstaunt stellten die Studenten und Mitarbeiter der Ruhrakademie gestern morgen fest, dass Parkplatz und Weg zum Haus Ruhr in Westhofen durch umgestürzte Bäume komplett versperrt waren. Mit Kettensägen verschafften sie sich selbst Zugang zur Ruhrakademie. Die verfügte allerdings gestern weder über Telefon noch über eine Internetleitung. Schwierig stellte sich Freitagmorgen die Situation in Villigst dar, als gegenüber vom Haus Villigst ein Baum auf eine Hochspannungsleitung gefallen war. Nachdem der Stromversorger Mark E die Leitung abgestellt hatte, konnte der Baum gefällt werden.Heinz Böckelühr - Prominentestes Schwerter Opfer Prominentestes Schwerter Opfer des Sturms wurde wohl Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Er war am Donnerstag zu einer Tagung nach Berlin gereist und wollte mit dem Zug nach Schwerte zurückfahren. Er kam genau vom Hauptbahnhof bis zum Bahnhof Zoo. „Wo er jetzt ist, wissen wir nicht“, schmunzelte Stadtsprecher Carsten Morgenthal gestern Mittag. Bis Montag wird der Bürgermeister aber wohl wieder im Rathaus aufgetaucht sein.

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