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Naturfreundehaus Ebberg: Hinter der sanften Kurve

WESTHOFEN Mit freundlichem Lachen empfängt Ute Gebhardt ihre Gäste im Naturfreundehaus. Einzelne Sonnenstrahlen tanzen über den Asphalt. Wer zu Fuß kommt, kann das Vogelzwitschern hören, muss sich aber ein wenig anstrengen. Erst hinter einer sanften Kurve kommt das Naturfreundehaus am Ebberg in Sicht.

Naturfreundehaus Ebberg: Hinter der sanften Kurve

Ein eingespieltes Team (v.l.): Ralf und Ute Gebhardt sowie Horst Buchholz. Sie freuen sich, wenn sich die Gäste bei ihnen im Naturfreundehaus wohl fühlen.

Schulklassen und Wandergruppen sind hier regelmäßig zu Besuch. Radfahrer ruhen sich gern eine Nacht vor Ort aus. Und Spaziergänger kehren sonntagnachmittags auf eine frische Waffel ein. Das Ehepaar Ute und Ralf Gebhardt kümmert sich seit Februar 2007 um die Hausleitung. Die Schwerter wohnen auf dem Ebberg. Umgeben von Natur. Jetzt steht Ute Gebhardt auf der Terrasse und atmet die frische Luft ein.

 Eulen leben in ihrer direkten Nachbarschaft. Die Naturfreunde bieten Fledermaus-Führungen an. Und im Haus gibt es eine Öko-Station. Betreut von Fachleuten erfahren die Kinder mehr über Flora und Fauna. „Es gefällt uns gut hier“, sagt Ute Gebhardt. „Und die Arbeit macht viel Spaß.“ Dabei ist der Tag auf dem Ebberg lang. 80 Betten stehen im Naturfreundehaus. Ute und Ralf Gebhardt müssen sich permanent darum kümmern, dass alles läuft. Dazu gehört auch die Küche. Jeden Tag streift Ralf Gebhardt die Kochjacke über. Und jeden Tag warten die Gäste auf leckere Mahlzeiten. Mit den Speisen serviert das Team vom Naturfreundehaus den Kindern sogar eine Portion Sozialverhalten. „Viele Kinder kennen das gemeinsame Essen gar nicht“, erklärt Ute Gebhardt. „Aber sie gewöhnen sich schnell daran.“

Horst Buchholz hat sich derweil daran gewöhnt, dass es im Haus immer etwas zu tun gibt. Angeschlagene Türzargen, defekte Lampen... Der Schwerter ist für die Instandhaltung zuständig. Nun legt er eine kurze Pause ein und setzt sich auf eine der Terrassenbänke. Er blinzelt ein wenig wegen des hellen Sonnenscheins. Dann lehnt er sich zurück und sagt: „Viele Kinder aus den Städten genießen die Tage hier bei uns.“ Auf der Wiese vorm Haus könnten sie toben. Im Wald könnten sie Hütten bauen. „Für manche Kinder sind Schilder mit der Aufschrift ‚Rasen nicht betreten‘ die bisher einzige Naturerfahrung“, stellt Horst Buchholz mit einem Kopfschütteln fest. Hinter der Kurve auf dem Ebberg lernen sie, dass Natur noch viel mehr ist.  K Hilke Schwidder   Das Team vom Naturfreundehaus bietet regelmäßig Mittagstisch an. Am Samstag, 21. Juni, feiert das Haus 80-jähriges Bestehen. Besucher sind herzlich willkommen. Kontakt unter Tel. 99 62 75. 

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