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Weißlinge blasen zur Extraschicht

SCHWERTE „Verzierung im Gesims. Kleinod der Industriearchitektur. Baudenkmal der Stadt Schwerte“, schnarrt es wie aus dem Maschinengewehr durch die Megafone. Weißgekleidete Wesen überfluten ihre Gäste bem Kultur-Festival "Extraschicht" in der Rohrmeisterei mit einem Informationsschwall.

Weißlinge blasen zur Extraschicht

Weiß gekleidete Wesen schaukelten an Strickleitern unter der Hallendecke.

Mit bilderstarken Ideen sparte die künstlerische Leiterin Uta Müntefering bei ihrem Beitrag zum Industriekultur-Festival „Extraschicht“ nicht. Schon an der Sonder-Bushaltestelle von Abgesandten ihrer „Weißlinge“ empfangen, wurden die Besucher mit einer Tanzperformance vor dem backsteinroten Rohrmeisterei-Giebel auf die Inszenierung „LichtLinienGeschichten“ eingestimmt.Stabpuppen entführten in die Sagenwelt Im verwunschenen Wäldchen am Biergarten entführten Stabpuppen in die Sagenwelt. Unter dem Dach der Trauerweide konnten die Zuschauer die Legende von der weißen Frau verfolgen, die vergebens auf Erlösung hofft. Denn das Wichtigste, den Schlüssel, ließ ihr Schatzsucher buchgetreu in der schwarzen Kiste zurück. Fragezeichen standen indes Besuchern ins Gesicht geschrieben, denen die Schwerter Sagenwelt nicht so vertraut war. Wie bei der Akrobatik-Show, der zudem schon rein akustisch schwer zu folgen war, wurden einführende Worte oft schmerzlich vermisst. Weißlinge geleiten Besucher in die Senfmühle „Flugblätter wären nicht schlecht gewesen, um die Handlung nachvollziehen zu können“, brachte eine Extraschichtlerin die Wünsche vieler Gäste auf den Punkt. Ausnehmen davon musste sie das Finale. Mit überdimensionalen „Adrian“-Emblemen auf der Brust hatten die Weißlinge den Tony-Holiday-Hit „Tanze Samba mit mir“ zu „Guter Senf muss es sein“ umgetextet. Schwungvoll geleiteten sie ihren Tross zur Senfmühle, wo Frank Peisert mit seinem „Taum in Tüten“ – wie Besucher schwärmten – das sinnliche Erlebnis perfekt machte. 

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