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Zentrum in Bork

Darum kauft die Stadt Selm Häuser am Kirchring

Bork Zwei Häuser am Borker Kirchring zwischen St. Stephanus und Hauptstraße sind bereits im Eigentum der Stadt, die weiteren drei sollen folgen. Was damit passieren soll, ist allerdings noch offen. Es gibt mehrere Ideen.

Darum kauft die Stadt Selm Häuser am Kirchring

Der Kirchring von Bork: Die fünf Häuser gegenüber der Kirche St. Stephanus will die Stadt Selm alle erwerben. Zwei sind schon in ihrem Eigentum. Foto: Foto. Ssylvia vom Hofe

Um sich „alle Möglichkeiten für jede mögliche Entwicklung“ offen zu halten, sei der Erwerb der Borker Kirchring-Häuser gedacht, sagt Bürgermeister Mario Löhr. Das sei nur gegeben, wenn die Stadt selbst Eigentümerin sei. Welche Möglichkeiten genau gemeint sind? „Das werden wir jetzt diskutieren.“ Und dabei werden die Borker selbst das entscheidende Wort mitzusprechen haben, wie für Norbert Wesselmann, dem Sprecher der überparteilichen Interessengemeinschaft Borker Bürger (IGBB) feststeht. Er wird künftig auch an den Sitzungen des städtischen Planungsausschusses teilnehmen, wenn es um die Entwicklung Borks geht.

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Dass die Bereitschaft der Bürger zur Mitarbeit besteht, haben er und seine IGBB-Kollegen in den vergangenen Tagen deutlich erlebt – nicht nur während des Bürgerinformationsabends vor rund einer Woche im Haus Dörlemann, als sich mehr als 100 Menschen in dem zum Bersten gefüllten Wirtshaus versammelt hatten. „Danach kamen mehr als zehn Meldungen von Leuten, die bei uns mitwirken wollen“, sagt Gregor Franzen von der IGBB.

„Wir entscheiden selbst“

„Wie sich Bork verändern wird, entscheiden wir Borker selbst“, hatte Wesselmann im Haus Dörlemann unter Applaus angekündigt. Das lasse sich nicht an einem Abend festlegen, sondern müsse in zahlreichen Gesprächs-und Arbeitsrunden abgestimmt werden. Die nächste ist an diesem Donnerstag, 19. April, um 19 Uhr in der Gaststätte Dörlemann an der Hauptstraße. Bürgerbeteiligung ist nicht nur gewünscht, sie ist auch Voraussetzung, dass Zuschüsse fließen – immerhin fast 11 Millionen Euro: mehr als die Hälfte des Geldes, das in den nächsten rund zehn Jahren in Bork investiert werden soll.

So sieht es das integrierte Handlungskonzept vor: ein strategisches Entwicklungsinstrument. Die Grundlagen dafür sind bereits geschaffen: Drei Bürgerversammlungen fanden statt. Außerdem hatte das Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung aus Dortmund im Oktober 2016 ein fast 90-seitiges Papier im Auftrag der Stadt veröffentlicht mit 28 Maßnahmenpunkten: von der Umgestaltung der Hauptstraße und die Neugestaltung des Stadtteileingangs an der Bahnhofstraße mitsamt des Bahnhofsumfeldes über den inzwischen abgeschlossenen Aufbau eines neuen Nahversorgungszentrums am Kreisverkehr Kreisstraße/Netteberger Straße bis zur Neuordnung und Gestaltung des Kirchrings.

Zwei der Häuser – in einem wohnen Flüchtlinge – besitzt die Stadt bereits. Zwei weitere will sie im nächsten Jahr erwerben. Das gelte auch für das fünfte Haus, dem Eckhaus an der Zufahrt zum Kirchplatz, so Bürgermeister Löhr: „Aber da sind wir noch nicht so weit.“ Insgesamt stehen für den Erwerb der Häuser 850.000 Euro zur Verfügung, wie Stadtsprecher Malte Woesmann sagt.

850.000 Euro für Häuser


Anders als die Kirche selbst stehen die fünf Häuser des Kirchrings nicht unter Denkmalschutz. „Egal, was wir dort machen werden: Es geht nur in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde“, hatte Löhr bereits während der Bürgerversammlung gesagt.

Dass nicht alle fünf Häuser – sie stammen weitgehend aus den 1950er- und 60er-Jahre – stehen bleiben werden, gilt als wahrscheinlich. Er könne sich dort sehr gut den seit Jahren geforderten Versammlungsraum für Vereine und Gruppen vorstellen, so Norbert Wesselmann. Vielleicht auch einen Platz für Veranstaltungen? Noch ist Zeit, bevor es rundgeht am Kirchring. Die Diskussion ist aber eröffnet.

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  • Interessengemeinschaft trifft sich:
    Die Interessengemeinschaft Borker Bürger (IGBB) lädt für Donnerstag, 19. April, zum nächsten Treffen ein: um 19 Uhr im Haus Dörlemann, Hauptstraße 36.
  • Angebote zur Mitarbeit nehmen entgegen unter Tel. (02592) 914291 Nobert Wesselmann) und unter (0162) 1755559 Gregor Franzen.

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