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Entlassfeier: Otto-Hahn-Schüler wissen, wo sie sind

SELM „Ich weiß nicht weiter, ich weiß nicht, wo wir sind“. Diese Text-Zeile aus einem bekannten deutschen Pop-Song war zum Glück nicht Programm bei der Entlassfeier der Otto-Hahn-Realschule.

Entlassfeier: Otto-Hahn-Schüler wissen, wo sie sind

Die Schulband gestaltete das Programm.

Nicht nur die Schulband, die die genannte Passage zum Besten gab, schien ziemlich genau zu wissen, wo sie sich gerade befand – nämlich in der Turnhalle der Realschule. Dort feierten die 129 Abschlussschüler und Schülerinnen der fünf zehnten Klassen, dass sie einen wichtigen Lebensabschnitt hinter sich gebracht haben.

Humoriger Direktor führte durchs Programm

Schulleiter Dr. Rainer Fiesel sorgte mit seinen humorigen kleinen Zwischenreden ebenso für einen gelungenen Nachmittag wie Bürgermeister Jörg Hußmann, Marie-Lis Coenen von der Ausbildungshilfe Selm, die Schulpflegschaftsvorsitzende Heike Hecht und Schülersprecher Nils Steinmeier. Letzterer erntete für seine Rede – wenig überraschend – den größten Applaus.

Stammtisch der Klassenlehrer

Zudem gab es ein kurzweiliges Rahmenprogramm. Katja Schulz (10d), Alexandra Seuffert (10c) und Benedikt Hülsbusch (10b) rezitierten Gedichte. Hülsbusch trug ein Werk des Expressionisten van Hoddis vor und so kamen die Besucher in den Genuss, mit „Die Eisenbahnen fallen von den Brücken“ eine Zeile präsentiert zu bekommen, die man wohl eher selten bei Entlassfeiern hört. Apropos ungewöhnlich – auch der auf die Gedichte folgende kleine „Stammtisch“ der Klassenlehrer Klaus Schenk, Christa Fischer, Egbert Steins, Joachim Tuke und Klaus Teichert gehörte in diese Kategorie.

"Seid kritisch mit Euch selbst"

Bei einer Flasche Bier – natürlich alkoholfrei – sinnierten die „Pauker“ über Freitag, den 13., Zeugnisse und darüber, wie es nach der Schule weiter gehen sollte. „Seid kritisch mit euch selbst, nutzt die Wegweiser des Lebens“, gaben sie ihren Schülern mit auf den Weg. Danach eröffnete Schulleiter Fiesel den Höhepunkt des Tages – die Zeugnisausgabe: „Darauf habt ihr ja sechs Jahre lang gewartet.“ Ganz ohne Arbeit ging es für die Abschlussklassen aber nicht. Das alljährlich vom Förderverein gesponserte Kunstwerk musste noch signiert werden. Das tat auch Angelika Neufeld, die mit einem Durchschnitt von 1,33 das beste Zeugnis erhielt.

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