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Skulptur wird mit Polizei-Konvoi zum neuen Standort gebracht

Kunstwerk am Kreisverkehr in Selm

Das Unternehmen Polenz bringt das Kreisverkehr-Kunstwerk am Sonntag zum neuen Standort – zusammen mit Stadt und Polizei. Die Kunst hat nämlich Übergröße, der Transport ist nicht ganz unproblematisch.

Selm

von Marie Rademacher

, 08.06.2018
Skulptur wird mit Polizei-Konvoi zum neuen Standort gebracht

Das Kunstwerk von Alfred Gockel steht seit Freitag auf einem Anhänger und wird am Sonntag zum neuen Standort gebracht. © Marie Rademacher

Wie viel das Kunstwerk von Alfred Gockel, das im Moment noch auf dem Hof der Firma Interhydraulik steht, wiegt, kann Henrik Weckendorf von der Metall-Manufaktur Polenz aufs Kilo genau sagen: 1638. Er weiß das so sicher, weil er die drei ineinandergreifenden Metallringe, die Selms drei Ortsteile symbolisieren sollen, am Freitag mit seinem Kollegen Tobias Zumholz und zwei Mitarbeitern von Interhydraulik auf einen Hänger verladen hat.

Grünstreifen am Hallenbad

Am Sonntag, 10. Juni, soll das Kunstwerk zum Grünstreifen am Hallenbad gebracht werden. Wie berichtet, darf es laut Vorgabe von Straßen-NRW nicht wie eigentlich geplant in der Mitte des Kreisverkehrs Kreisstraße/Sandforter Weg gestellt werden, sondern muss auf diese Fläche – und damit in einen aus Sicht des Landesbetriebes ausreichenden Abstand zur Fahrbahn – ausweichen.

Fünf Meter in die Höhe und 3,80 Meter in die Breite kann das Werk dort dann ragen – auch diese Maße kennen die Mitarbeiter der Lüdinghauser Firma Polenz ganz genau. Der Größe des Kunstwerkes ist es nämlich geschuldet, dass es ziemlich aufwendig transportiert werden muss.

Die Route des Konvois

Zwar muss dazu keine Straße gesperrt werden. Aber: „Die Stadtwerke und die Polizei begleiten den Transport“, erklärt Stadtmitarbeiter Norbert Zolda auf Anfrage. Es wird also einen Konvoi geben – die Polizei regelt dabei den Verkehr. „Wegen der Breite des Kunstwerkes muss mittig auf der Fahrbahn gefahren werden“, sagt er weiter.

Um 12 Uhr startet der Konvoi an der Straße Am Buddenberg in Richtung Werner Straße, biegt dort links ab und fährt durch den Kreisverkehr bis zur Kreuzung an der Overbergschule. „Das ist die einzige Stelle, an der es etwas problematisch werden könnte“, so Zolda mit Blick auf die Baustellenampeln. Kabel müssten dort eventuell angehoben werden, damit das Kunstwerk darunter her passt. Ist das geschafft, sind es nur noch ein paar Meter zum Zielort.

„Kunst-Parkplatz“

Bis das Kunstwerk am Sonntag auf Wanderschaft geht, steht es fertig verladen im Hof von Interhydraulik. Dort hatte es seit September des vergangenen Jahres gestanden. Da hatte es Bürgermeister Mario Löhr beim Wikult-Jubiläum der Öffentlichkeit präsentiert.

„So lange war es sozusagen hier geparkt“, erzählt Interhydraulik-Chef Wolfgang Hirsch im Gespräch mit der Redaktion. „Es wurde hier viel fotografiert und war ein gutes Bildmotiv“, sagt er außerdem lächelnd. Traurig ist er aber nicht, dass das Kunstwerk ab Sonntag nicht mehr den Innenhof seines Unternehmens ziert. „Hier stand ja auch schon ein anderes Kunstwerk, bevor es auf den Kreisverkehr kam“, sagt Hirsch achselzuckend. Und wenn wieder mal irgendwo in Selm große Kunst im öffentlichen Raum einen temporären Abstellplatz braucht, hat er jetzt auch wieder einen „Kunst-Parkplatz“ frei.

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