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Struwen-Rezept für Karfreitag 

So gelingen die perfekten Karfreitags-Struwen

Selm An Karfreitag leben viele Menschen fleischlos. Auch in Selm. Bei Mathilde Hiltrop gibt es das Münsterländische Gericht Struwen. Wir durften ihr bei der Zubereitung über die Schulter schauen - und haben ihr Rezept für das leckere Fastengericht.

So gelingen die perfekten Karfreitags-Struwen

An Karfreitag gibt es Struwen – ein Hefeteilchen mit Rosinen. Mathilde Hiltrop aus Selm zeigt, wie es geht. Foto: Marvin K. Hoffmann

An Karfreitag verzichten viele Menschen auf den Genuss von Fleisch. Auch in Selm fasten viele Familien. Wobei von einem echten Fasten nicht die Rede sein kann bei diesem traditionellen Münsterländischen Gericht – die Struwen haben es echt in sich. Schmecken dafür aber auch. Unser Reporter war bei Mathilde Hiltrop von den Selmer Landfrauen zu Besuch, hat ihr über die Schulter geschaut – und durfte sogar probieren.

Eine Tradition

„Jedes Jahr gibt es an Karfreitag bei uns Struwen – das ist Tradition in der Familie“, erzählt Hiltrop. Struwen. Das ist typisch Münsterländisch. Hefe, Milch und Mehl, Eier und Rosinen. „Je nach Bedarf. Ich packe immer so 100 Gramm Rosinen auf ein halbes Kilo Mehl. Das kann man aber auch machen, wie man mag“, sagt Hiltrop.

So machen Sie Struwen selbst

An Karfreitag gibt es Struwen – ein Hefeteilchen mit Rosinen. Lecker.
Mathilde Hiltrop hat das Rezept von ihrer Mutter übernommen.
Für das Teilchen braucht man: 500 Gramm Mehl
400 Milliliter Milch
ein Würfel Hefe
zwei Eier
ein Teelöffel Salz
zwei Esslöffel Zucker
100 Gramm Rosinen, je nach Bedarf
Die Zutaten zu einem Teig vermischen
Öl in einer Pfanne erhitzen
Struwen portionsweise gold-gelb backen
Bis sie so aussehen. Und dann: Mit Apfelmuß servieren oder so genießen. Guten Appetit.

Struwen. Das ist sowieso kein striktes Rezept, kein genaues Vorgehen. „Klar, es muss Hefeteig sein. Aber jeder hat da so seine eigenen Tricks. Ich mache zum Beispiel immer mehr Milch in den Teig. Dann werden die schön fluffig, das schmeckt uns besser“, so Hiltrop.

Vererbtes Rezept

Das Rezept wird in jeder Familie regelrecht vererbt. „Ich habe das so von meiner Mutter übernommen. In anderen Familien läuft das ähnlich. Deswegen ergeben sich auch diese Unterschiede“, so Hiltrop, die extra schon einen Teig vorbereitet hatte.

„Die Hefe muss ziehen. Es dauert immer so eine Stunde, bis der Teig aufgegangen ist, dann kann man die portionsweise aufbacken“, sagt sie. Gesagt. Getan. In der Küche erhitzt Hiltrop Öl in einer Pfanne, backt darin die Struwen, bis sie golb-gelb werden. „Wir essen die richtig als Mittagessen an Karfreitag mit Apfelmus oder Pflaumenkompott. Manche mögen auch Zimt und Zucker. Wer drei Stück davon schafft, der ist satt“, so Hiltrop. Unser Reporter findet: Lecker.

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