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Stadtlohner pflanzt Rhododendren in den Cohaus Busch

Der Retter der Rhododendren

Stadtlohn In und um Stadtlohn gibt es viele schöne Fleckchen. Im Wonnemonat Mai aber gibt es nur wenige, die so zauberhaft sind wie der Cohaus Busch. Und Besucher sind im Rhododendron-Paradies von Alfons Cohaus willkommen.

Der Retter der Rhododendren

Alfons Cohaus teilt die Blütenträume gerne mit anderen. Foto: Stefan Grothues

Die Radwanderer aus Duisburg treten auf dem Wirtschaftsweg kurz vor Wenningfeld in die Bremse. Der Blick in den Waldweg ist einfach zu verlockend: Im dunklen Grün leuchtet es zartrosa, bischofslila und reinrot. Ist das ein privater Park? Darf man ihn betreten? Man darf. Waldbesitzer Alfons Cohaus freut sich sogar über Besucher und ist einem „Prötken“ nicht abgeneigt.

Der Weg schlängelt sich tiefer in den Cohaus Busch. Mächtige Rhododendren zeigen in diesen Wochen ihr schönstes Farbenfeuerwerk. Ein Rondell ist mit Stauden umpflanzt. Dort schleicht ein dürrer Dinosaurier – ein mächtiger Kiefernast, den Alfons Cohaus wirkungsvoll in Szene gesetzt hat. Bänke, darunter auch eine große Schaukelbank, eine Rasenfläche und ein Unterstand laden zum Verweilen ein.

Rhododendren vor dem Schredder gerettet

Wie ist dieses kleine Paradies entstanden? Einen Plan hatte Alfons Cohaus nicht, als er 1975 das 18.000 Quadratmeter große Waldstück kaufte. Anfang der Achtziger wollte ein Nachbar an der Wessendorfer Straße seinen Garten umgestalten, die alten Rhododendren sollten in den Shredder. „Das wäre doch zu schade“, dachte Alfons Cohaus und setzte die Pflanzen in seinen Wald. Es sollten nicht die letzen geretteten Rhododendren bleiben. „Alfons, kannst du die Rhododendren nicht gebrauchen“, hieß es oft. „Und ich hab sie dann bei mir im Wald eingebuddelt.“

Der Retter der Rhododendren

„Dieses Jahr blühen die Rhododendren noch prächtiger als gewöhnlich“, sagt Alfons Cohaus. Foto: Stefan Grothues

Im Halbschatten gedeihen sie nun prächtig im humusreichen Waldboden. Und sie locken hunderte von Hummeln in den Wald. Nicht nur sie erfreuen den Spaziergänger. Vögel untermalen das Gesumme mit einem Zwitscherkonzert. In den 25 Nistkästen, die Alfons Cohaus aufgehängt hat, fühlen sich Schwanzmeisen und Kleiber zuhause. Der Specht ist sowieso ein Stammgast in diesem Mischwald, in dem Eichen, Buchen, Birken, Kiefern und Fichten sich in den Himmel recken.

Der Zauber ist ein ein bis zwei Wochen vorbei

Behutsam sorgt Alfons Cohaus für Ordnung. Der 75-jährige Rentner genießt die Arbeit in seinem Wald – und die Ruhe nach vielen nicht gerade leisen Arbeitsjahren in der Weberei Hecking. Fast täglich lenkt er sein Fahrrad nach Wenningfeld. Und er freut sich, wenn Spaziergänger und andere Radfahrer sich an seinem Rhododendren-Wald erfreuen. Für Reiter hat er eigens einen gesonderten Rundweg angelegt. Und vor dem Wald hat er einen Baumstamm platziert, „damit die Radfahrer hier schön Pause machen können.“

Der Retter der Rhododendren

Die üppigen Blüten sind ein echter Blickfang. Foto: Stefan Grothues

An Pfingsten trifft sich traditionell die ganze Familie Cohaus zu einem großen Familienfest am Grill im Schatten der Bäume. Danach können auch Spaziergänger die Farbenpracht wieder genießen. Aber nicht mehr lang. Alfons Cohaus: „In ein bis zwei Wochen fallen die Blüten, dann ist der Zauber vorbei.“

GPS-Daten des Rhododendronwaldes. Daten 51°59‘58.1‘N 6°51‘45.0‘E

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