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Strom-Autobahn A-Nord wird als Erdkabel verlegt

Keine neue Freileitung auf Stadtlohner Gebiet

Stadtlohn Die neue, 300 Kilometer lange Strom-Autobahn von Nord nach Süd wird wohl auch über Stadtlohner Gebiet führen. Wo genau, das ist noch unklar. Ein Weiche aber hat die Stadt Stadtlohn jetzt gestellt.

Keine neue Freileitung auf Stadtlohner Gebiet

Noch ist nichts entschieden. Die Karte zeigt die Vorzugstrasse im Westen und weiter östlich verlaufenden Alternativen.

Die neue Amprion-Stromleitung A-Nord wird – wenn sie denn über Stadtlohner Gebiet führt, als Erdkabel verlegt. Einstimmig hat sich der Ausschuss für Planen und Bauen in der vergangenen Woche gegen ein Freileitungsprüfgesuch ausgesprochen.

Beeinträchtigung der Landschaft

„Die neue Stromtrasse ist ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende“, erklärte Otger Harks (SPD) im Ausschuss. Daher sei die Leitung, die Windstrom aus dem Norden Niedersachsens nach Baden-Württemberg leiten soll, aus seiner Sicht im Prinzip auch begrüßenswert. „Aber wir wollen natürlich ein Erdkabel“, sagte Otger Harks. Den Verzicht auf ein Freileitungsprüfgesuch hatte zuvor auch schon die Verwaltung empfohlen. Alle übrigen Fraktionen schlossen sich ihren Argumenten an: Bei einer Freileitung würden fast fußballfeldgroße Übergangsstationen notwendig werden. Das Landschaftsbild wäre erheblich beeinträchtigt, auch ökologische Nachteile durch Vogelschlag wären zu erwarten. Ein Ausbau als Erdkabel dagegen ist zwar teurer, aber er beeinträchtigt das Landschaftsbild kaum. Über der unterirdisch verlegten Kabeltrasse könnte auch Ackerbau betrieben werden. Allerdings: Eine Bebauung der Kabeltrasse ist nicht möglich.

Kritische Stellungnahme

Aus diesem Grund wird die Stadt Stadtlohn eine durchaus kritische Stellungnahme zum Verlauf der Trasse über Stadtlohner Gebiet abgeben. Dieser Stellungnahme hat der Bauausschuss einstimmig zugestimmt. Darin heißt es: „Durch die hohe Vorbelastung, zum Beispiel durch bestehende Frei- und Gasleitungen, sollten dementsprechend auch Varianten östlich des Kreises Borken in Betracht gezogen werden“.

Wo genau die Trasse einmal tatsächlich verlaufen wird, ist noch nicht entschieden. Der Vorschlagstrassenkorridor verläuft von Vreden kommend parallel zur B70 am Flugplatz Wenningfeld vorbei in Richtung Oeding. Welche Grundstücke tatsächlich betroffen sind, ist noch unklar. Der Vorzugskorridor ist noch 1000 Meter breit. Und es gibt noch einige Alternativkorridore, die theoretisch auch in Frage kommen. Einen von ihnen würde die Stadt Stadtlohn der westlichen Variante vorziehen. Dieser Korridor würde entlang der Autobahn 31 führen und Stadtlohner Gebiet im Bereich Almsick/Estern und Büren berühren.

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