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Kein Glas für den Feuerwehr-Übungsturm

Verkleidung für Übungsturm der Feuerwehr wäre zu teuer

Stadtlohn Wo bald die Blauröcke einziehen, ist jetzt noch das Revier der orangenen Warnwesten. Die Tiefbauarbeiten auf der Baustelle der Feuerwache machen gute Fortschritte. Und der neue Übungsturm bleibt unverglast.

Verkleidung für Übungsturm der Feuerwehr wäre zu teuer

Polier Herbert Kausch nimmt noch abschließende Vermessungsarbeiten vor. Die Tiefbauer räumen bald das Feld für die Hochbauer – und kommen erst wieder, wenn die Wache steht, um dann die Pflasterarbeiten auszuführen. Foto: Stefan Grothues

Wir liegen sehr gut in der Zeit!“ Herbert Kausch, Polier der Firma Heitkamp und Hülscher, freute sich am Dienstag über den reibungslosen Ablauf der Tiefbauarbeiten für den Neubau der Feuer- und Rettungswache am Steinkamp. Fast reibungslos: Die vielen Frosttage bremsten die Tiefbauarbeiten nicht. Am 22. Januar aber war der Bagger auf eine 75 Kilogramm schwere Fliegerbombe gestoßen. Der unliebsame Fund bereitete dank des Feuerwerkers vom Kampfmittelbeseitigungsdienstes aber keine größeren Probleme.

Kanalnetz wird weniger belastet als aktuell

Die weiteren Erdarbeiten verliefen ohne Störung. Polier Herbert Kausch kann nun aufatmen. „Das Gelände ist vorab ja gut untersucht worden. Wir sind dennoch mit großer Vorsicht zu Werke gegangen – man weiß ja nie.“Jetzt sind die Kanalbauarbeiten auf dem Gelände so gut wie beendet. Hier wurden neben den Entwässerungsrohren zusätzliche Kanalschleifen verlegt, die bei Starkregen wie ein Puffer wirken. Fachbereichsleiter Mathias Pennekamp versprach im Bauausschuss: „Das Kanalnetz am Steinkamp hat daher in Zukunft sogar weniger Zuflüsse zu verkraften, als es heute der Fall ist.“

Der Anschluss der Entwässerungsanlagen an das öffentliche Kanalnetz erfolgt nach den Osterfeiertagen. Der Steinkamp wird am Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 4. bis 6. April, zwischen den Einmündungen Schubertstraße und Mühlenstraße für den Autoverkehr gesperrt. Die Baustelle kann über den Amselweg und die Drosselstiege umfahren werden.

In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses war der Übungsturm noch einmal Thema. Weil Anwohner der Feuer- und Rettungswache vom 14,5 Meter hohen Übungsturm Einblicke in ihre Gärten befürchteten, war auch eine Verglasung des Turms mit milchigem Industrieglas ins Gespräch gekommen. Auf Vorschlag von Bernd Schöning (FDP) hatte die Verwaltung die Kosten ermittelt und in der vergangenen Woche vorgestellt: 31.000 Euro zusätzlich würde eine Industrieverglasung des Turmes kosten.

„Keine Peanuts“

„Das sind keine Peanuts. Das Projekt wird teuer genug“, meinte Heinrich Ellers (CDU). Er zweifelte die Notwendigkeit einer Verglasung des Übungsturms aus Sichtschutzgründen an. „Wenn es wirklich notwendig sein sollte, dann können wir das auch noch im Nachgang umsetzen.“ Reinhold Dapper (SPD) sah das genauso: „Der Sinn der Verkleidung erschließt sich mir nicht.“ Sein Fraktionskollege Ludger Brockherde sah zumindest eine psychologische Wirkung: „Wir müssen überlegen, ob man den Betrag oben drauf legt, um mit den Bürgern Frieden zu suchen.“

Erwin Plate (UWG) wollte sich lieber an Fakten orientieren: „Wenn sich herausstellt, dass es sein muss, dann können wir das nachträglich einbauen.“

Bernd Schöning (FDP) war der einzige, der sich klar für eine direkte Verglasung aussprach: „Abwarten ist nicht so gut. Es ist besser, wir machen das aus einem Guss.“ Der Hinweis auf die Kosten ließ ihn nach eigenen Angaben „schmunzeln“. Er habe immer schon vor eine Kostenexplosion gewarnt. Die 30.000 Euro fielen da kaum mehr ins Gewicht.

Bürgermeister Helmut Könning versprach den Anwohner, dass der Turm auch ohne Verglasung kein Aussichtsturm sein werde. „Die Tür ist stets verschlossen. Sie wird nur bei Übungen geöffnet.

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