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Zerstörte Skulptur an der Ramsdorfer Straße

Kreisverkehr soll neues Kunstwerk erhalten

SÜDLOHN „Der Stahl wurde auseinandergerissen“, berichtet Künstler Ulrich Kuhlmann vom zerstörten Kunstwerk an der Ramsdorfer Straße. Nun gibt es Überlegungen, ihn mit einem neuen Projekt zu beauftragen.

Kreisverkehr soll neues Kunstwerk erhalten

Der leere Kreisel: Im Frühjahr musste die Skulptur von Ulrich Kuhlmann im Kreisverkehr an der Ramsdorfer Straße abgebaut werden, weil die Standsicherheit gefährdet war. Foto: Bernd Schlusemann

Der in Ramsdorf-Holthausen lebende Künstler Ulrich Kuhlmann war am Mittwochabend Gast im Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde. Der 51-Jährige schilderte den Politikern, warum er seine bis kurz nach Karneval im Kreisverkehr an der Ramsdorfer Straße stehende Metallskulptur abbauen musste.

„Der Stahl ist auseinandergerissen.“ „Ohne irgendein Werkzeug ist das nicht möglich.“ „Die große Frage ist, wie die Beschädigung entstanden ist.“ Der Künstler berichtete, dass die Beschädigungen am Fuß der aus Metallblechen gefertigten Plastik so gravierend waren, dass er die Standsicherheit gefährdet sah. In drei Teilen liegt das mehrere Meter hohe, namenlose Kunstwerk jetzt an seinem Atelier. „Es macht keinen Sinn, die Skulptur wiederherzustellen“, sagte Kuhlmann zu den Politikern.

Kostenlose Leihgabe

Fast 13 Jahre stand die für die Gemeinde kostenfreie Leigabe des Künstlers im Kreisel von Robert-Bosch- und Ramsdorfer Straße am Brink. Entstanden aus vier senkrechten und zwei waagerechten Stahlträgern, sollte die Skulptur Südlohn als aufgeschlossenes Dorf darstellen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen – hieß es im Jahr 2003, als die Skulptur zunächst probehalber aufgestellt wurde.

Manfred Schmeing und der im Mai 2014 verstorbene Ernst Brunzel stellten den Kontakt zu Ulrich Kuhlmann her. Den konnten sie ebenso für das Projekt im Kreisverkehr gewinnen wie den Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus, unter dessen Fahne das Kunstwerk später aufgestellt wurde.

„Tor zu Südlohn“

Das „Tor zu Südlohn“ wie es Ausschussvorsitzende Barbara Seidensticker-Beining am Mittwochabend im Ausschuss nannte, ist weg, ein „Wiedererkennungseffekt“ sei damit verschwunden. Das soll nicht so bleiben, darin waren sich die Kommunalpolitiker einig. Mit dem Künstler vereinbarten sie daher, dass Ulrich Kuhlmann einen Entwurf für eine neue Skulptur und auch einen Kostenvoranschlag für seine Arbeit vorstellt. Die Kosten sind es, die den Politikern Sorgen bereiteten. Ein Sponsoring kann sich Barbara Seidensticker-Beining daher gut vorstellen. Eine neue Haushaltsstelle „Kunst im öffentlichen Raum“ sei außerdem denkbar, um später auch noch weitere Projekte anzuschieben.

Den Politikern einen Schritt voraus ist da bereits Manfred Schmeing. Wie dieser nach der Sitzung der Münsterland Zeitung berichtete, hat er bereits ein paar Sponsoren dafür gewinnen können, sich finanziell an der Installation einer neuen Skulptur durch Ulrich Kuhlmann zu beteiligen.

„Ziel ist, mit ausreichend Spenden das gesamte Kunstwerk zu finanzieren“, sagt Schmeing und setzt dabei natürlich auch auf einen Zuschuss der Gemeinde. Mit dem Künstler hat er bereits darüber gesprochen, dass es für Spenden ab 100 Euro eine limitierte Grafik von dem Kunstwerk geben soll. Für die „Kunst im Kreisel“ sei es aber wichtig, dass das ein Projekt der Gemeinde wird, weil dann auch Spendenquittungen möglich sind.

2019 wieder Kunstwerk

Manfred Schmeing hofft, dass bereits 2019 wieder ein Kunstwerk im Kreisverkehr an der Ramsdorfer Straße seinen Platz findet. Südlohns Politiker wollen sich bereits in der September-Sitzung des Kulturausschusses erneut mit dem Thema befassen. Bis dahin will Ulrich Kuhlmann auch Entwurf und Kostenrahmen vorstellen.

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