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Spielleute wollen keinen Ärger um den Maibaum

Gemeinderat

Der Maibaum soll an den alten Standort zurück. Zudem beschäftigt sich der Gemeinderat am Mittwoch auch mit einem hohem Logistikzentrum und neuen Amtsleitern.

Südlohn/Oeding

von Stephan Teine

, 09.07.2018
Spielleute wollen keinen Ärger um den Maibaum

Der Maibaum in Südlohner Ortskern soll wieder an seinen alten Standort. Das beantragt der Spielmannszug. © Stephan Teine

Nein, der Spielmannszug Südlohn ist nicht mehr bereit, mit den Südlohnern wegen des Maibaums aneinanderzugeraten. Der Rat soll eine Lösung auf den Weg bringen: Seit 2006 steht der Maibaum an seinem heutigen Platz. Damals wurde er wegen der Feier zum 775-jährigen Bestehen der Gemeinde umgesetzt. Seit fünf oder sechs Jahren ist die Linde dort aber so groß geworden, dass der Spielmannszug den Maibaum „mitten in der Linde“ aufstellen müsse. Dabei würden auch kleinere Äste beschädigt oder abgerissen. „Man wirft uns die Verunstaltung der Linde vor“, schreibt Norbert Rathmer, Vorsitzender des Spielmannszugs in einem Antrag an den Rat. Das könne und wolle der Verein nicht mehr auf sich nehmen. Rathmer möchte, dass der Maibaum wieder an seinen alten Platz umgesetzt wird. Dort stehe auch der Weihnachtsbaum der Gemeinde, sodass dort ein entsprechendes Fundament durch die Gemeinde gebaut werden soll.

775-Jahr-Feier war schuld

Gespräche mit der Verwaltung hätten bisher zu keiner Lösung geführt, erläutert Rathmer weiter. Er betont, dass es nicht die Idee des Spielmannszuges gewesen sei, den Maibaum überhaupt umzusetzen. Zur 775-Jahr-Feier hätte man das Festzelt auch anders aufstellen können. Diese Vorschläge seien aber nicht gehört worden. Rathmer hofft nun auf die Stimmen der Politiker, damit der Maibaum wieder versetzt wird. Eine Zustimmung braucht auch das Unternehmen Bewital: Auf dem Grundstück Industriestraße/Ecke Daimlerstraße plant der Tierfutterhersteller ein Logistikzentrum mit Hochregallager und Kommissionierungshalle. 38 Meter hoch soll das neue Gebäude werden. Nach den bestehenden Bebauungsplänen ist das zu hoch. Der Rat soll nun einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen, um den Bau auf dem 1,05 Hektar großen Grundstück zu ermöglichen.

Nicht-öffentliche Sitzung

Über den Stand der Dinge bei der Besetzung der Leitungsstellen der Fachbereiche Finanzen und Sicherheit und Ordnung gibt es noch keine Informationen – weder aus dem Rathaus noch von den Politkern. Die beiden Punkte kommen diese Woche im nicht-öffentlichen Teil zur Sprache. Der Rat hatte dazu in seiner vergangenen Sitzung wieder im nicht-öffentlichen Teil diskutiert. Die Lokalpolitiker hatten unisono auf den Bürgermeister verwiesen und jede Antwort abgelehnt. Bürgermeister Christian Vedder sagte auf Anfrage der Münsterland Zeitung ebenfalls nichts über den Stand der Beratungen. „Da geht es um sensible persönliche Daten und Fragen“, erklärte er. Darüber werde ausschließlich nicht-öffentlich gesprochen.

Die Sitzung beginnt Mittwoch, 11. Juli, um 18 Uhr im Ratssaal, Winterswyker Straße 1.