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Stauden gegen die Leere

Neue Pflanzen für Südlohner Ortskern

Rita Wehr waren die leeren Pflanzkübel in Südlohns Ortskern ein Dorn im Auge. Zusammen mit Elle Rave, Hausmeisterin des Pfarrheims, bepflanzte sie kurzerhand vier Kübel vor der Vituskirche mit dauerhaften Stauden – und war dann nicht mehr aufzuhalten.

SÜDLOHN

von Katrin Sarholz

, 18.06.2018
Stauden gegen die Leere

Hermann-Joseph Bengfort steuerte sofort „Drumsticks“ als Deko-Element für die Kübel bei – zur Freude von Rita Wehr. © Katrin Sarholz

Bei Werner Stödtke von der Gemeindeverwaltung rannte sie mit ihrer Idee, gleich alle Kübel im Dorfzentrum mit Stauden zu bepflanzen, offene Türen ein. Im Rathaus hatte man sich sowieso schon Gedanken über eine Dauerbepflanzung gemacht. Rita Wehr ließ Taten folgen: Sie schlug ein Budget von 350 Euro vor, und bekam prompt und unbürokratisch grünes Licht.

Blitzschnelle Umsetzung

Mit dem örtlichen Bauhof machte sie sich gemeinsam vor Ort ein Bild. Nur einen Tag später entfernten die Mitarbeiter die alten Pflanzen und füllten die Kübel mit neuer Erde auf. Für den frühmorgendlichen Einsatz war damit alles bereitet: Am Donnerstag um 7.30 Uhr rückte Rita Wehr mit einem Anhänger voll bunter Pflanzen an, um für Farbe und Struktur zu sorgen. Augenzwinkernd nennt sie ihre Aktion selbst „Gartenguerilla“: Einfach machen und nicht lange diskutieren. „Wir wollten die Töpfe bepflanzen, wie wir sie bei uns zu Hause bepflanzen würden, um das Dorf hübscher zu machen.“ Als erfahrene Staudengärtnerin wählte sie widerstandsfähige Pflanzen aus, damit der Bauhof in Zukunft möglichst wenig Arbeit mit der Pflege hat. Hermann-Joseph Bengfort freute sich direkt über die Stauden „Drumsticks“ in den Kübeln vor seinem Musikgeschäft und steuerte ausrangierte Trommelstöcke zur Dekoration bei.

Stauden gegen die Leere

So sah es am Kirchplatz in Südlohn nach der Pflanzaktion aus. © Katrin Sarholz

„Wenn alle die Finger davon lassen, wird es eine schöne Jahresbepflanzung“ lobt auch Werner Röttger vom Bauhof den ehrenamtlichen Einsatz. Er ist mit einem Kollegen gerade dabei, die Beete vor der Hecke zu pflegen, um das Bild im Dorfkern abzurunden.

Rita Wehr strotzt weiter vor Ideen: „Um die Stierskulptur vor der Volksbank wollen wir noch Stauden in Orange und Blau einpflanzen – passend zum Logo der Volksbank.“ Sie will die gute Zusammenarbeit mit dem Bauhof noch vertiefen. Und das ist noch lange nicht das Ende.