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36 Aktive sammeln Müll in der Landschaft

Umwelttag in Südlohn und Oeding

Jugendliche und Erwachsene befreiten am Samstag die Südlohner und Oedinger Landschaft von Müll. Eine gute Sache, aber einen Wermutstropfen gab es.

Südlohn/Oeding

von Raphael Kampshoff

, 22.04.2018
36 Aktive sammeln Müll in der Landschaft

Auch dieses Landschaftsputz-Geschwader machte sich am Samstag beim Umwelttag auf Einladung von Bürgerstiftung und Jugendwerk gemeinsam auf den Weg. © Raphael Kampshoff

Die Landschaft dürfte seit Samstag einen reinlicheren Eindruck machen: Schon zum achten Mal fand die Aktion „Saubere Landschaft“ statt. Seit vier Jahren ist auch die Bürgerstiftung Südlohn neben dem Jugendwerk Südlohn-Oeding aktiv dabei und organisierte auch am Samstag Warnwesten, Zangen und Eimer und kümmert sich um das abschließende Essen.

Gestartet wurde an den Jugendhäusern, der Oase in Südlohn und am Tipi in Oeding. Das Ziel war die Reithalle. In Oeding startete Katrin Heling, die gerade erst eine Nachtschicht mit einigen Jugendlichen hinter sich hatte, zusammen mit Friedhelm Pass und zehn Kindern. Als Gruppe gingen sie gemeinsam mit offenen Augen durch den Oedinger Busch Richtung Südlohn.

36 Aktive sammeln Müll in der Landschaft

Nach getaner Arbeit gab es einen Imbiss – hier serviert Herbert Lenger von der Bürgerstiftung Grillwürstchen. © Raphael Kampshoff

Nach der Lagebesprechung und nachdem sie die Utensilien verteilt hatte, mahnte Katrin Helling die Jugendlichen: „Diejenigen, die mit der Zange arbeiten, nehmen diese auch bis zur Reithalle mit: Ich bin später nicht eure Zangenträgerin.“ Mit Handschuhen und Eimern ausgerüstet wartete draußen schon Marielu Tenhaken auf den Start. „Ich mache mit, weil das gut für die Umwelt ist. Es ist einfach nicht schön, dass der Müll überall herum liegt. Wofür gibt es denn Mülltonnen?“, fragte sie.

Aus der Zeitung von der Aktion erfahren

Aus der Münsterland Zeitung hatte Friedhelm Pass von der Aktion erfahren und kam mit seinen beiden Kindern. „Ich bin selber Landwirt. Bei uns in der Gegend liegt auch immer Müll rum. Ich nehme mit den Kindern teil, um ihnen zu zeigen, dass der Müll nicht an den Straßenrand gehört. Vielleicht hilft es ja, dass sie den Müll später nicht wegwerfen“, sagte er auf dem Weg zur Reithalle. Unterdessen zog sich Daro Barzan die Warnweste aus. „Mir ist darin einfach zu warm, außerdem nervt sie, weil sie zu groß ist.“

Eigentlich war der Umwelttag schon vier Wochen früher geplant, wegen des damals sehr frostigen Wetters musste dieser aber verschoben werden. „Das Gras an den Rändern ist schon deutlich höher als sonst“ sagt Katrin Heling, „da kann man den Müll nicht mehr so gut erkennen.“ Insgesamt, so ist ihr Eindruck, gibt es deutlich weniger Müll aufzusammeln als in den Vorjahren. Aber auch die Teilnehmer an der Aktion nähmen von Jahr zu Jahr ab: Im letzten Jahr seien bestimmt zweimal so viele Teilnehmer dabei gewesen, schätzt sie.

Klappstuhl und Benzinkanister gefunden

An der Reithalle trifft die Gruppe auf die Teilnehmer die in Südlohn gestartet sind. Diese haben als größtes Müll-Fundstück einen Klappstuhl und einen Benzinkanister ausgemacht, den sie hinter der Tribüne des Südlohner Fußballstadions gefunden haben. Franzis Pass hatte auf dem Weg von Oeding nach Südlohn ein kleines, noch verpacktes Schnäpschen gefunden. „Das ist aber schon alt und bestimmt nicht mehr gut“, sagte sie schmunzelnd, als sie es in die Mülltüte beförderte. Mit kühlen Getränken, Bratwürstchen und Pizza, stärkten sich die 36 Teilnehmer gegen Mittag nach der getaner Arbeit.