Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Artenvielfalt erhalten

Vreden Serimas, Paradieskasarka und Kappensäger, Hoatzin, Spinte oder auch Erdracken - keine Ahnung, wovon die Rede ist? Macht nichts. Ludger Gehling, Erster Vorsitzende von "Aviornis International Deutschland", kann weiterhelfen: Es handelt sich um Vögel oder Vogelarten, die unter anderem von Mitgliedern dieses Vereins gehalten und gefördert werden.

Artenvielfalt erhalten

<p>Ludger Gehling mit einer australischen Bronzeflügeltaube. Der Vredener setzt sich dafür ein, dass verschiedene, selten gewordene Vogelarten erhalten bleiben. Albersmann</p>

Den deutschen Zweig des internationalen Vereins gibt es seit August 2004. "Ich war schon seit 1999 Mitglied im holländischen Aviornis-Verein", erzählt der 56-jährige Vogelliebhaber aus Vreden. "Und dann kam die Idee, auch in Deutschland einen Zweig zu gründen." Die erste Liebhabergruppe entstand schon 1973 in Belgien. Danach gründete sich der holländische Teil von Aviornis International, 2004 dann der deutsche. "Von einer Hand voll Mitglieder sind wir bereits auf 320 im deutschsprachigen Raum angewachsen", ist der Vorsitzende ein wenig stolz.

"Unser Ziel ist die Erhaltungszucht von verschiedenen Vogelarten, um die Artenvielfalt in menschlicher Obhut zu erhalten", erläutert er. Das bedeutet, dass Aviornis unter anderem an wissenschaftlichen Programmen zum Erhalt von Vogelarten mitarbeitet und diese Programme unterstützt. Und auch die Beteiligung an Wiedereinbürgerungs-Projekten von bedrohten Arten in Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen gehört dazu. Diese Vögel werden teilweise von Aviornis-Mitgliedern gehalten und gezüchtet.

Austausch international

Um die optimale Pflege der Tiere zu gewährleisten, ist ein reger internationaler Erfahrungsaustausch vorhanden. Auch die im Abstand von zwei Monaten erscheinende Vereinszeitschrift gibt diese Tipps weiter. "Dazu übersetzte ich gern auch Artikel und Erfahrungen unserer holländischen Freunde", erklärt Ludger Gehling. "Da zu den Mitgliedern von Aviornis International Deutschland auch zum Beispiel der Kurator vom Vogelpark Walsrode, Tierpfleger vom Zoo Köln und die Leitung des Vogelparks Plantaria in Kevelaer gehören, wird auch hier bei uns in Deutschland die Arbeit des Vereines immer bekannter", so der erste Vorsitzende. Und es gebe auch Arbeitsgruppen, die sich speziell mit der genetischen Reinerhaltung bestimmter Vogelarten - zum Beispiel des Amherst- und Goldfasans - beschäftigten.

Da es bereits in Belgien und Holland jeweils etwa 2000 Mitglieder gibt, habe die deutsche Sektion hier noch Nachholbedarf. "Es gibt in Deutschland viel mehr Vogel- und Geflügelzucht-Vereine als bei unseren ausländischen Freunden", erwähnt der Vogelzüchter, "aber ich glaube, dass durch unsere spezielle Zielsetzung sich auch hier noch viele für dieses sinnvolle und schöne Hobby begeistern werden." Und werden dann auch wissen, was Serimas, Hoatzin, Spinte und Erdracken sind... alb

Infos bei Ludger Gehling: Tel. 0171 704 16 89. www.aviornis.de

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ehemaliges Brauhaus in Vreden wird abgerissen

Eigentümer plant Neubau mit Wohnungen und Gastronomie

Vreden Die Entscheidung ist gefallen: Das ehemalige Brauhaus in der Vredener Innenstadt wird abgerissen. In einer Sitzungsvorlage für die nächste Ratssitzung wird das erstmals offiziell kommuniziert. Auf dem Grundstück soll ein Neubau entstehen. Ein Gerücht ist damit vom Tisch.mehr...

Vreden Wer als Schöffe an Gerichtsverhandlungen teilnimmt, erfüllt eine wichtige und interessante Aufgabe, findet Ilse Langer. Sie muss es wissen, denn als Schöffin hat sie schon einiges erlebt. mehr...

Zu hohes Tempo wohl Ursache für Unfall in Vreden

Blumen und Kerzen erinnern an Unfallopfer

Vreden „Ich vermisse dich und bin ganz traurig“ – eine letzte Botschaft hat jemand seinem „besten Freund“ mit auf den Weg gegeben. Auch weiße Rosen und Kerzen liegen dort, wo am Freitag ein 17-jähriger Vredener starb.mehr...

Jugendliche Ersthelfer bei tödlichem Unfall in Vreden

17-Jähriger starb: „Viele haben einfach zugeguckt“

Vreden Als am Freitagabend ein 17-Jähriger bei einem Unfall in Vreden starb, waren drei Jugendliche als erste am Unfallort an der Widukindstraße und leisteten Erste Hilfe. Was sie berichten ist erschreckend: Sie seien von mehreren Passanten alleingelassen worden. mehr...

Autoaufbruch vormittags in der Innenstadt

Auto vor der Vredener Polizei geparkt - trotzdem aufgebrochen

Vreden Mitten in der Innenstadt, am helllichten Tag und in Sichtweite der Dienststelle der Vredener Polizei-Bezirksbeamten haben Unbekannte am Samstag die Heckscheibe eines Autos aufgebrochen und Werkzeug gestohlen. Ganz schön dreist, findet nicht nur Alex Iking, der Autobesitzer. Die Polizei hat am Sonntag eine Personenbeschreibung der Tatverdächtigen veröffentlicht.mehr...

17-Jähriger tödlich verletzt

Tödlicher Unfall auf der Widukindstraße

Vreden. Bei einem Verkehrsunfall am Freitagabend ist ein 17-Jähriger ums Leben gekommen, ein 18-Jähriger wurde schwerst verletzt. Die Ursache für den Unfall, der sich in der Tempo-30-Zone in der Widukindstraße in der Innenstadt ereignete, ist nach Angaben der Polizei noch unklar.mehr...