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Ausstellung gegen das Vergessen

Vreden "Judentum: Religions-, und Kulturgeschichte, Lehre, Schoah - gegen das Vergessen" lautet der Titel der Ausstellung von Dr. Bernhard Kemper, die am Sonntag im Rathaus eröffnet wurde. Rund 60 Besucher, darunter auch Mitglieder der jüdischen Gemeinde aus Winterswijk, Vertreter der christlich-jüdischen Gesellschaft aus Bocholt und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Westmünsterland sowie Vredens stellvertretenden Bürgermeister Wilhelm Berendsen hieß der Vredener Arzt im Ruhestand willkommen.

"Ich wurde öfter gefragt - wie kommst Du dazu, Dich mit dem Judentum zu beschäftigen", begann Dr. Kemper seine Ausführungen, "das möchte ich heute erklären. Als Kind habe ich mit Heinz Mogendorf gespielt, er lebt jetzt in Israel und ich habe immer noch Kontakt zu ihm," erklärte er.

Vor fünf Jahren habe er beschlossen, in einen "Dialog mit dem Judentum zu treten", die Geisteskultur habe ihn sehr bewegt. Deshalb entstand seine vielfältige private Sammlung. Willem Vorrink, der erste Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Winterswijk bedankte sich bei Dr. Kemper für die Ausstellung. "Mir ist aufgefallen, wie sich die Stadt Vreden und Privatpersonen mit der Vergangenheit vor 60 Jahren beschäftigen. Sie alle wollen Mensch sein, genau wie wir. Danke und viel Erfolg für ihre Ausstellung", betonte Willem Vorrink in seinem Grußwort. Wilhelm Berendsen begrüßte alle Besucher im Namen der Stadt Vreden und wünschte, dass sich viele Menschen mit der Ausstellung beschäftigen und daraus lernen.

Anschließend eröffnet Dr. Bernhard Kemper die Ausstellung und lud zu einem Rundgang ein. rol

Die Ausstellung "Judentum: Religions-, und Kulturgeschichte, Lehre, Schoah - gegen das Vergessen" ist bis zum 9. November im Vredener Rathaus zu sehen, Mo bis Fr 8 bis 18 Uhr.

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