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Der Domhof kocht

Vreden Samstagabend, die Sonne scheint und langsam füllt sich der Domhof zum 9. Domhoffestival. Das Publikum freut sich auf eine laue Sommernacht und eine musikalische Zeitreise.

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Die Arme nach oben und kräftig mitgesungen - da ließ sich das Publikum auf dem dicht gefüllten Domhof beim 9. Open-Air-Festival nicht lange bitten. Die Stimmung war grandios.

"Let's do the time warp again!" - auch bei diesem Song aus dem Film Rocky Horror Picture Show riss das Rockorchester RuhrgeBeat das Publikum mit - ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts - es wurde begeistert mitgemacht. MLZ-Fotos (4) Wissing

Doch bevor das Rockorchester RuhrgeBeat das Publikum hierzu mitnimmt, präsentieren sich die Gentle Beats aus Dorsten und Ahaus. Zu eingängigem Gitarrenpop mit schönen Melodien stimmt sich das Publikum ein. Genau das Richtige für den Start, befindet das Publikum und ringt der sympathischen Band eine Zugabe ab.

Im Feiern einig

Dann wird die Bühne frei gemacht für die 36 Musiker aus dem Ruhrgebiet. Zwar mögen die Menschen zwischen Duisburg und Dortmund, zwischen Recklinghausen und Bochum eine andere Mentalität haben als der durchschnittliche West-Münsterländer. Wenn es aber um das Feiern geht, so zeigt sich an diesem Abend eindrucksvoll, sind sich Münsterland und Ruhrgebiet einig. Schon um kurz nach 22 Uhr bei "Roll over Beethoven" "rocken" und "rollen" die ersten Vredener vor der Bühne und lassen gekonnt ihre Hüften kreisen - dabei hat das Rockorchester das Konzert gerade erst begonnen.

Weiter geht es mit Eloise von Barry Ryan und Dreamer von Supertramp. Beeindruckend und mächtig schieben sich akustische Bläserwellen über den Domhof. Das Rockorchester hat Fahrt aufgenommen. Schnell ist die musikalische Zeitreise im Jahr 1964 angekommen. Im goldenen Kleid singt Sängerin Julie Kott den Titelsong zum Film Goldfinger. Lasziv wirft James Bond alias Sean Connery einen Blick von der Leinwand hinter der Bühne ins Publikum. Nach Bon Jovis "It's my Life" und "River Deep Mountain High" ist der Bann völlig gebrochen, der Domhof kocht. So geht es auch nach der Pause weiter.

Moderator und Sänger Christian Müller-Espey wagt sich an Mendocino von Michael Holm. So wirklich Rock ist das zwar nicht, dafür werden nach Balla-Balla von den Rainbows "My Bonnie lies over the Ocean" und "Glory, Glory, Hallelujah" in einem Rock'n'Roll-Medley verarbeitet, das ist der Ausgleich - es rockt wieder.

Boah ey!

Das Publikum ist jetzt bei fast jedem Stück lauthals dabei. Immer wieder ruft das Publikum nach Aufforderung: "Rockorchester RuhrgeBeat" und fügt ein breites "Ruhrgebiets-Boah ey!" an. Erst nach "American Pie" und einem Flower-Power-Medley (kleines Bild) geht der Abend um 1.30 Uhr zu Ende. Lau waren dann in dieser Nacht wirklich nur die Temperaturen. Frank Wissing

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Die Arme nach oben und kräftig mitgesungen - da ließ sich das Publikum auf dem dicht gefüllten Domhof beim 9. Open-Air-Festival nicht lange bitten. Die Stimmung war grandios.

"Let's do the time warp again!" - auch bei diesem Song aus dem Film Rocky Horror Picture Show riss das Rockorchester RuhrgeBeat das Publikum mit - ein Schritt nach links, ein Schritt nach rechts - es wurde begeistert mitgemacht. MLZ-Fotos (4) Wissing

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