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Erhöhte Arbeitsbelastung in der Stadtverwaltung Vreden

Mehr Arbeit für Stadtangestellte

Vreden Neue Aufgaben, Herausforderungen und Bedürfnisse sorgen dafür, dass die Arbeitsbelastung in den Verwaltungen steigt. Viel Arbeit also für die 168 Angestellten bei der Stadt Vreden. Wir haben bei der Stadtverwaltung nachgefragt.

Mehr Arbeit für Stadtangestellte

Die Grafik zeigt, wie die Mitarbeiterstruktur bei der Stadt Vreden aussieht. Foto: Grafik Dittgen

Wie viele Mitarbeiter hat die Stadt Vreden?

168 Personen sind bei der Stadt Vreden beschäftigt, 108 in Vollzeit und 60 in Teilzeit. Das Verhältnis zwischen Männern (87) und Frauen (81) ist insgesamt ausgeglichen. Allerdings fällt auf, dass die meisten Frauen in Teilzeit arbeiten. 51 sind es, während nur neun Männer in Teilzeit angestellt sind.

Sind das viele oder wenige Angestellte?

Das ist schwer zu sagen. Einen Personalschlüssel für Kommunen gibt es nämlich nicht. Aber zum Vergleich: In Stadtlohn arbeiten 201 Personen bei der Stadt, also 33 mehr als in Vreden. Dabei leben in Stadtlohn rund 2100 Menschen weniger als in Vreden. Im Jahr 2012 hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW die Stadt Vreden im Bezug auf die Personalstärke geprüft. Das Ergebnis: Die Kennzahlen der Stadt seien im Bezug auf die Einwohnerzahl unterdurchschnittlich bis durchschnittlich. Die Zahl der Mitarbeiter ist abhängig von den Aufgaben, die die Kommune übernimmt.

Welche Aufgaben fallen in Vreden an?

Die Stadt Vreden beschäftigt zum Beispiel eine Integrationsbeauftragte, eine Seniorenbeauftragte und Schulsozialarbeiterinnen. Außerdem gibt es eine Mitarbeiterin, die gegen Kostenerstattung Aufgaben im Bereich Wohngeld für Gescher, Stadtlohn und Südlohn übernimmt. Die meisten Mitarbeiter bei der Stadt sind beim Bauhof beschäftigt. Dort arbeiten 32 Personen. Es folgen die Fachabteilungen Gebäude (19), Schule, Sport und Kultur (15) und Bürgerbüro und Ordnung (14).

Ist die Arbeitsbelastung gestiegen?

Nach Aussagen der Stadt ja. 4860 Überstunden sind im Jahr 2017 angefallen, 3426 davon in der allgemeinen Verwaltung, 1434 in den Außenstellen wie dem Bauhof, dem Klärwerk oder den Schulen. Jeder Mitarbeiter hat 2017 also im Schnitt 29 Überstunden gemacht. 2016 waren es 5297 Überstunden. Die Zahl variiere je nach Krankenstand, Personalbestand, Jahreszeiten und Veranstaltungen, so die Stadt. Sie werden teilweise vergütet, teilweise abgefeiert.

Warum ist die Arbeitsbelastung denn gestiegen?

Die Stadt Vreden schreibt dazu: „Die Kommunen, so auch die Stadt Vreden, bewegen sich in einem immer komplexer und schwieriger zu gestaltenden Umfeld.“ Zum Beispiel übertragen der Bund und das Land immer mehr Aufgaben auf die Kommunen. Während der Flüchtlingskrise waren viele Mitarbeiter in unterschiedlichen Aufgabenfeldern eingebunden, dazu kommen gesetzliche Änderungen wie zum Beispiel das neue EU-Datenschutzgesetz. Außerdem sei die Verwaltung bemüht, die Bevölkerung aktuell über Pläne, Maßnahmen und Entwicklungen zu informieren. Es gebe deswegen mehr Anwohner- und Bürgerversammlungen, mehr Öffentlichkeitsarbeit, besucherfreundliche Öffnungszeiten im Bürgerbüro und ein Ideen- und Beschwerdemanagement.

Wird denn nicht durch den technischen Fortschritt einiges einfacher?

Nein, sagt die Stadt, im Gegenteil: „Die Arbeitsbelastung hat sich trotz oder vielleicht auch wegen des technischen Fortschritts verändert.“ Die Digitalisierung bringt nämlich auch neue Aufgaben und Vorgaben mit sich.

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