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Denkmal für Vredener Textilindustrie

Webschütze feierlich enthüllt

VREDEN Der imposante 3,5 Meter hohe Webschütze – ein Denkmal zur Würdigung der ehemaligen Vredener Textilindustrie – wurde am Sonntagvormittag am Kreisverkehr Bahnhofstraße im Rahmen einer Feierstunde vom ehemaligen Textilfabrikanten Carl Gerd Hecking und Künstler Ferdi Schreiber enthüllt.

Webschütze feierlich enthüllt

Carl Gerd Hecking (5. v.r.) und Ferdi Schreiber (5.v.l.) enthüllten den Webschützen am Sonntag feierlich. Foto: Anne Rolvering

Mehrere Hundert Besucher, unter ihnen viele frühere Mitarbeiter der Textilindustrie, waren beeindruckt von der neuen Skulptur, die sich langsam dreht und bei Dunkelheit sogar leuchtet.

„Wir sehen heute, wie viele Menschen eine persönliche Beziehung zur Textilindustrie haben. Da ist es überfällig, ihr ein Denkmal zu setzen“, betonte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. Seit 2010 habe man sich mit der Aufstellung einer besonderen Skulptur beschäftigt. Künstler Ferdi Schreiber hatte die Idee zum Webschützen, der ehemalige Textilfabrikant Carl Gerd Hecking begleitete und unterstützte das Projekt. „Die Textilindustrie hat den Vredener Standort lange geprägt. 65 Prozent der Vredener haben zu ihrem Höhepunkt dort gearbeitet“, sagte Vredens Bürgermeister. Die Wirtschaft in Vreden konnte sich nach dem Ende der Textilindustrie glücklicherweise sehr gut entwickeln. Der Standort des Denkmals sei ganz bewusst gewählt, in der Nähe der Unternehmen Schmitz und Wefapress und mit vielen weiteren Verknüpfungen.

Aus Holz und Stahl

Anschließend erläuterte Künstler Ferdi Schreiber die Entstehung der Skulptur, die aus Holz und Stahl gefertigt wurde. Tüftler Alfred Marx habe großen Anteil an dem Denkmal, das besondere Erinnerungen an den Aufstieg und Niedergang der Textilindustrie wachrufen solle. Ferdi Schreiber hoffte, dass die Skulptur auch zukünftig für Gesprächsstoff sorgt.

Carl Gerd Hecking verwies auf die bewegte Geschichte der Textilindustrie. Er freute sich ganz besonders, dass so viele ehemalige Mitarbeiter gekommen waren. Die Textilindustrie sei der Grundstein der Vredener Wirtschaft gewesen. Nach deren Niedergang hätten die Vredener den positiven Wandel in der Wirtschaft unter dem Motto: „Wi wocht nich lange, wi helpt us sölwst“ – Wir warten nicht lange, wir helfen uns selbst – bewirkt.

Danach stieg Carl Gerd Hecking auf die Leiter und schnitt die bunte textile Verhüllung auf. Unter dem Applaus der Teilnehmer drehte sich das „Weberschiffchen“ zum ersten Mal, als Symbol des Fleißes der Weber und aller Arbeiter der ehemaligen Textilindustrie.

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