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Flop Fahrradparkhaus

Ansturm auf die Rad-Stellplätze bleibt aus

Werne Das Fahrradparkhaus am Werner Busbahnhof ließ sich die Stadt im vergangenen Jahr eine ganze Stange Geld kosten. Aber der Ansturm auf das Angebot blieb aus. Bis heute sind lediglich sechs Chips über die Theke gegangen. Viel zu wenig. Nun will sich die Stadt etwas einfallen lassen.

Ansturm auf die Rad-Stellplätze bleibt aus

Weit und breit kein Zweirad im Fahrradparkhaus am Werner Busbahnhof. Stehen in dem videoüberwachten Unterstand sechs Räder, ist das schon viel. Foto: Anna Leonie Kaiser

Anfang Juni 2017 ging das Fahrradparkhaus „Am Schlot“ am Busbahnhof in Betrieb. Schon damals blieb der erhoffte Ansturm auf die begrenzten Zugangs-Chips aus. Nur zwei gingen am ersten Tag über die Theke. Insgesamt 40 Stück gibt es im Bürgerbüro im Rathaus zu holen. Nach mehrwöchiger Testphase wurden immerhin sechs Chips verteilt. Dabei blieb es bis heute. Zehn Monate später seien immer noch lediglich sechs Chips im Umlauf, so Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch auf Anfrage unserer Redaktion. Das Parkhaus wird kaum genutzt. Doch woran liegt‘s?

50 Euro kostet das Jahresticket für den überdachten, abgeschlossenen und videoüberwachten Unterstand. Eigentlich nicht teuer für ein Jahresticket (circa 4,20 Euro pro Monat). Aber genau hier liegt vielleicht der Hase im Pfeffer begraben: Es gibt eben nur ein Jahresticket. Das Parkhaus nur für einen Monat, eine Woche oder sogar nur einen Tag zu nutzen, ist derzeit nicht möglich. Oder sind die 50 Euro eventuell doch zu teuer? Die SPD hatte in der damaligen Ausschusssitzung 2017 ein Jahresticket für 35 Euro gefordert. Die 50 Euro sollen allerdings die Kosten für Strom und Internet decken, jeweils circa 500 Euro im Jahr. Der Ausschuss entschied sich gegen die 35 Euro.

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Fahrradparkhaus kostete 50.000 Euro

Teuer genug war das Projekt ohnehin. Erst nur als wettergeschützter Unterstand gedacht, hatte sich der Kreis Unna über das DasDies-Serviceunternehmen eingeschaltet, um hier die Anlage in das kreisweite System der Radstationen und Abstellanlagen integrieren zu können. Dazu musste die Stadt Werne nachrüsten, einen Zaun drumherumbauen, Strom- und Telefonleitungen legen, und der Kreis Unna investierte aus Fördermitteln 9.500 Euro in die Überwachungsanlage und den Internetanschluss. Die Stadt zahlte 50.000 Euro. Das Probejahr ist jetzt fast um. Der erhoffte Erfolg des sicheren Radunterstands bleibt immer noch aus.

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Wie sinnvoll ist das Fahrradparkhaus?

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So kann es jedenfalls nicht weitergehen. Das wissen auch die Verantwortlichen bei der Stadt. Bevor die Zukunft des Fahrradparkhauses „Am Schlot“ deshalb Thema im Ausschuss ist, wollen die Stadtmitarbeiter in hausinternen Gesprächen über mögliche Maßnahmen beraten.

„Wie, wo und was da gemacht wird, steht noch nicht fest“, so Bensch. Möglich wären aber zeitliche Staffelungen, zum Beispiel Halbjahrestickets. Immerhin: Chipinhaber können ihr Fahrrad auch kreisweit bei den Radstationen des DasDies-Serviceunternehmens für einen Euro unterstellen.

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