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Erdbeeren in Werne

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Werne Auf den Feldern des Hofes Schulze Twenhöven in Werne warten die ersten roten Früchte auf ihre Abnehmer. Die Erdbeerbauern setzen auch in diesem Jahr auf die traditionelle Vorgehensweise. Dabei spielt Stroh eine wichtige Rolle.

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Rita Schulze Twenhöven zeigt reife Früchte. Auf den Feldern der Familie wachsen vier unterschiedliche Erdbeersorten. So soll es möglichst lange Erdbeeren geben. Foto: Andrea Wellerdiek

Knallrot blitzen die ersten Früchte zwischen den Sträuchern. An den ersten Tagen muss Rita Schulze Twenhöven noch etwas in den Reihen auf dem Feld suchen. Aber weiter hinten wird die Landwirtin mehrfach fündig. Die ersten Erdbeeren sind da!

Auf dem Acker an der Wesseler Straße wachsen die roten Früchte ganz traditionell unter freiem Himmel – ohne einen Thermotunnel aus Folie. „Wir machen das im Prinzip wie vor 100 Jahren. Weil wir auf den Freiland-Anbau setzen haben wir nur sonnengereifte Erdbeeren“, erklärt Martin Schulze Twenhöven. Seit 1975 baut die Familie auf diese Weise Erdbeeren an.

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Noch sind viele grüne sogenannte Nüsschen an den Erdbeersträuchern zu sehen. Noch bis zum Wochenende wird es laut Rita Schulze Twenhöven dauern, bis aus den grünen Nüsschen reife rote Früchte werden. Foto: Andrea Wellerdiek

Aus Nüsschen werden Früchte

Insgesamt auf drei Hektar Land reifen die Früchte in diesen Tagen. Aus den grünen kleinen sogenannten Nüsschen werden knallrote, große Erdbeeren. Rita Schulze Twenhöven greift in eine Pflanze, schiebt die Blätter mit der einen Hand nach oben. Mit der anderen zeigt sie auf die grünen Exemplare. „Die großen sind am Wochenende reif und die kleinen ein paar Tage später“, erklärt sie.

Um möglichst vier Wochen lang frische Erdbeeren zu haben, setzt die Familie Schulze Twenhöven auf vier verschiedene Sorten, die alle unterschiedliche Reifezeitpunkte haben. Und die Sorten Honeoye, Polka, Elsanta und Darselect seien weniger anfällig für Krankheiten, erklärt Martin Schulze Twenhöven. Der Landwirt rechnet in diesem Jahr mit einer guten Ernte. „Das Wetter war bislang optimal. Vor allem ist es wichtig, dass es keinen Frost in der Blütezeit gab“, sagt er.

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Eine Handvoll Erdbeeren: Rita Schulze Twenhöven zeigt, wie reife Früchte zur Erntezeit aussehen müssen. Foto: Andrea Wellerdiek

Viel Wasser und Sonne können die Früchte immer vertragen. Das schwüle Wetter der vergangenen Tage oder eine lang andauernde Hitzewelle hingegen weniger. Wenn es tagelang nicht regnet, kann der Landwirt nur hoffen, dass sich noch genügend Wasser im Boden befindet.

Früchte müssen geschützt werden

Damit es feucht bleibt, liegt Stroh zwischen den Reihen. So bleibt das Wasser im Boden und die Erdbeeren bleiben sauber, weil der Regen nicht hochspritzen kann. Das freut auch die Menschen, die ihre Früchte selbst pflücken.

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Die gepflückten Erdbeeren werden abgewogen. Der Preis variiert je nach Angebot. Dabei bietet die Familie Schulze Twenhöven die selbstgepflückten Früchte zum halben Preis an. Foto: Andrea Wellerdiek

Seitdem die Schulze Twenhövens Erdbeeren anbauen, gibt es die Möglichkeit, sich eine Schachtel oder einen Korb selbst zu füllen. „Das ist aber weniger geworden. Es kommen mal Oma und Opa vorbei, die mit ihren Enkeln pflücken und die Erdbeeren probieren“, erzählt Martin Schulze Twenhöven. „Auch die Menge ist weniger geworden. Früher haben die Leute Wannen mit Erdbeeren gefüllt, um Marmelade zu machen. Das ist lange nicht mehr so“, ergänzt seine Frau Rita.

Auch wenn die selbstgepflückten Erdbeeren pro Kilogramm halb so viel kosten, machen sich nur wenige Personen die Mühe. Sie kaufen das Obst lieber direkt am Hof. Da variiert der Preis je nach Angebot.

Die ersten Erdbeeren sind erntereif

Die Öffnungszeiten: Interessenten können Erdbeeren täglich von 8 bis 19 Uhr auf dem Feld an der Wesseler Straße in Werne pflücken. Foto: Andrea Wellerdiek

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