Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Feuerwehr in Werne

Für Katastrophen gewappnet

Werne Die Feuerwehr in Werne ist für Katastrophen-Szenarien jetzt noch besser gerüstet als zuvor. In sogenannten ABC-Fällen kommt nun „LF20 KatS“ zum Einsatz. Was sich dahinter verbirgt, erklären wir in einer Fotostrecke.

Für Katastrophen gewappnet

Die Werner Feuerwehr ist für den Katastrophenschutz durch das neue Fahrzeug bestens gerüstet. Foto: Wilco Ruhland

Die Abkürzung ABC steht für „Atomar, biologisch und chemisch“. Für Gefahren dieser Art haben sich die Freiwilligen Feuerwehren Werne, Selm und Bergkamen vor etwa einem Jahr bereit erklärt, einen gemeinsamen ABC-Zug des Kreises Unna ins Leben zu rufen. Das geschieht im Rahmen der Katastrophen-Konzepte des Landes NRW. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Holger Herlinghaus holte die Kommunen ins Boot. Mittlerweile haben sich von den drei Feuerwehren rund 120 Kameraden gefunden, um sich ab dem 1. Juli dem neuen ABC-Zug anzuschließen. 33 der ehrenamtlichen Feuerwehrmänner kommen aus Werne.

Das neue ABC-Fahrzeug der Feuerwehr Werne

Es gibt viele technische Details. Das neue Fahrzeug verfügt über eine doppelte Beladung. Dabei handelt es sich nicht um die mitgenommene Personenzahl (9), sondern um die Technik.
Brandmeister Sven Schubert zeigt die zusätzlichen B20 Druckschläuche auf der Rückseite. Insgesamt lassen sich mit der Ausstattung des LF20 KatS bis zu 1500 Meter Strecke zur nächsten Wasserquelle überbrücken.
Brandoberinspektor Bodo Bernsdorf führt den Auszug für Atemschutzgeräte für den Rücken vor.
Das Fahrzeug verfügt über einen eigenen Stromerzeuger. Er ist gegen Feuchtigkeit geschützt.
Die zusätzliche Pumpe ist abnehmbar, um etwa von weiter entfernten Gewässern Wasser abpumpen zu können. Außerdem ist sie besonders stark. Sie kann laut Brandmeister Sven Schubert bis zu 1900 Liter pro Minute befördern. Die normale Pumpe hingegen befördere nur 1300 bis 1400 Liter pro Minute.
Eine Besonderheit ist der extra große Faltbehälter. Mit dem Behälter aus Gummi lassen sich bis zu 5000 Liter Flüssigkeit, wie etwa auslaufendes Öl, auffangen.

Mitte März kam dann ziemlich unerwartet die Botschaft nach Werne. In dieser hieß es, man solle ein neues Löschgruppenfahrzeug20 Katastrophenschutz (kurz: LF20 KatS) in Bonn abholen, erklärte Brandoberinspektor Bodo Bernsdorf. Anfang April fuhren dann drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Werne zum Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Mit dabei: Brandschutzmeister Sven Schubert. Er wird – gemeinsam mit Bernhard Droste aus Selm – die Stellvertretung des neuen ABC-Zugführers Marc Knehans von der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen übernehmen.

Regelmäßige ABC-Schulung

Der neue ABC-Zug bedeutet für die Kameraden eine zusätzliche Belastung, erklärte Bernsdorf. An sieben Wochenenden müssten sich die Feuerwehrmänner extra für die ABC-Aufgabe schulen lassen – und das neben ihrer normalen ehrenamtlichen Brandschutztätigkeit.

Und auch eine „sprachliche“ Hürde war zu nehmen: die unterschiedlichen Schlachtrufe der Feuerwehren. Gemeinsam konnten sie sich auf einen neuen Schlachtruf für den ABC-Zug einigen: „ABC-Zug NRW: Wir rocken das!“

Nun ist es also da, das neue, vom Bund gestellte Fahrzeug zum Katastrophenschutz. Dabei wollte die Feuerwehr Werne die ABC-Aufgaben zunächst mit eigenem Gerät verrichten. Auch die Feuerwehren Selm und Bergkamen bekommen noch Fahrzeuge anderer Art. Das LF20 KatS wird im Gerätehaus Stadtmitte stationiert, da hier auch der Treffpunkt des ABC-Zugs nach seiner Alarmierung sein wird. Das neue Fahrzeug sei im Prinzip ein „normales“ Brandschutz-Fahrzeug, erklären Schubert und Bernsdorf.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Werne Wenn der Bürgermeister eine Mauer zwischen Werne und Rünthe verspricht – dann zeichnet das Kabarettquartett „Die Kaktusblüten“ eigene „Wahnsinns Aussichten“ auf Werne. Das ungeheuerliche und neue Programm überzeugte das Publikum am Freitagabend im Alten Rathaus.mehr...

hzImmer mehr Menschen lagern in NRW illegal Müll ab

Wilde Müllkippen sind in Werne ein riesiges Problem

WERNE Durch wilde Müllkippen entstehen in NRW Kosten in Millionenhöhe. Selbst Bußgelder schrecken die Nacht- und Nebelkipper nicht ab. In Werne hat das Problem in den vergangenen Wochen massiv zugenommen, vor allem in einem Ortsteil. Wir zeigen, welche Strafen den Tätern blühen und warum jeder Einzelne von uns dafür zahlen muss.mehr...

Feuerwehreinsatz im Stollenweg in Werne

Bewohner überhört Rauchwarnmelder in eigener Wohnung

Werne Zu einem vermeintlichen Wohnungsbrand wurde die Freiwillige Feuerwehr am Sonntagmorgen im Osten von Werne gerufen. Der Rauchwarnmelder in einer Wohnung im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Stollenweg schlug Alarm. Während die Nachbarn den Brandgeruch bemerkten und die Einsatzkräfte alarmierten, reagierte der Bewohner, der sich im Schlafzimmer aufhielt, gar nicht auf den laut piependen Rauchwarnmelder. Verletzt wurde niemand.mehr...

Lütkeheider Schützen haben einen neuen König

Carsten Grewe erzielt den entscheidenden Treffer

Werne Er konnte sein Glück am Samstagabend kaum fassen: Carsten Grewe ist der neue König des Schützenvereins Lütkeheide. „Es ist Wahnsinn“, sagte der 48-Jährige nach seinem Siegtreffer. Hier gibt es die Bilder vom Vogelschießen.mehr...

Unfall auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Werne

81-Jähriger rammt Auto – und verweigert die Unfallaufnahme

Werne Ein 81-Jähriger rammt ein Auto auf dem Konrad-Adenauer-Parkplatz. Die Halterin steht daneben. Als der Senior sich weigert, den Unfall durch die Polizei aufnehmen zu lassen, nimmt ein Passant ihm den Autoschlüssel weg.mehr...

Brücken-Abriss an der B54 in Werne

Fußgängerbrücke am Becklohhof fällt noch 2018

Werne Die Umgestaltung von Horne und B54 ist ein Mammut-Projekt, das Werne über Jahre verändern wird. Einen ersten kleinen Schritt will die Stadt bald machen – und die Brücke zwischen Burgstraße und Becklohhof abreißen. Die Politik hatte jetzt noch einen anderen, wohl nicht ganz ernst gemeinten Vorschlag.mehr...