Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Große Inspektion im Gersteinwerk

WERNE Das Steinkohlenkraftwerk Gersteinwerk in Werne wird zurzeit auf Herz und Nieren überprüft: Rund 20 Millionen Euro investiert die RWE Power AG nach eigenen Angaben in die sogenannte Revision von Block K.

Große Inspektion im Gersteinwerk

Das Gersteinkraftwerk in Stockum.

„Revisionen in Kraftwerken entsprechen dem TÜV-Besuch mit dem Auto – nur dass die Werkstatt und die Prüfer ins Kraftwerk kommen.“ So erklärt Kraftwerksleiter Waldemar Schulz  Außenstehenden, was sich derzeit im und hinter den Kulissen des Gersteinwerks abspielt. Derartige Überprüfungen finden laut Schulz bei konventionellen Kraftwerken alle drei Jahre, bei Kernkraftwerken alle 12 bis 15 Monate statt. Die Vorbereitungs- und Planungszeit für einen derartigen Kraftwerks-Check liegt in der Regel bei zwölf Monaten. „Die Bestellung von Komponenten erfolgt zum Teil sogar zwei bis vier Jahre im voraus“, sagt Schulz.  Dies gelte jedoch vornehmlich für Kernkraftwerke.Revision sichert Arbeitskräfte Von den laufenden Arbeiten im Gersteinwerk profitieren insbesondere Firmen aus der Region beziehungsweise aus NRW. „Die Revision unseres Kraftwerks sichert Arbeitsplätze in erheblichem Umfang. Viele davon direkt im Umfeld, denn bei RWE Power gilt die Regel, dass bei gleichwertigen Angeboten, Auftragnehmer aus der Region berücksichtigt werden“, betont Kraftwerksleiter Schulz. Dadurch solle gezielt die Wirtschaftskraft im Umfeld des Gersteinwerkes gestärkt werden. Waldemar Schulz: „Insgesamt sichert diese Revision die Arbeit von über 200 Fremdfirmen-Mitarbeitern für ein Jahr.“ Im Gersteinwerk geben sich noch bis Mitte Juli 850 Mitarbeiter von 70 Firmen täglich die Klinke in die Hand.Größter Posten: Personalkosten Zu den regionalen Firmen zählen Hoffmeier (Hamm), Stoltefuß (Dortmund), ThyssenKrupp Röro (Gelsenkirchen), Plaß, Holtrup und Hölscher (alle aus Werne) sowie Siemens, Balcke-Dürr und Babcock aus NRW. Nur 20 bis 30 Prozent der diesjährigen Revisionskosten von 20 Millionen Euro entfallen auf den Materialanteil, der Rest sind Personalkosten. Personalkosten für Ingenieure, Konstrukteure, Röntgenspezialisten, Schweißer, Elektriker, Schlosser, Mechatroniker, Reinigungskräfte, Ultraschallspezialisten usw. Sie tragen dazu bei, dass das Gersteinwerk weiterhin reibungslos läuft und mit seiner Leistung von 770 Megawatt die Stromversorgung von 1,6 Millionen Menschen sichert.Auch Neubauten geplant Revisionen von Kraftwerken sind die eine Sache, der Neubau von Kraftwerken die andere: Früheren Angaben zufolge will RWE Power bis zum Jahre 2012 fast fünf Milliarden Euro in den Kraftwerks-Neubau investieren. In Spitzenzeiten, so Gersteinwerk-Chef Schulz, werden damit 7500 Menschen gleichzeitig auf RWE-Baustellen arbeiten. 3000 davon sollen allein bei dem Bau eines neuen Steinkohlen-Doppelblocks in Hamm für rund zwei Milliarden Euro eingesetzt werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Langer Einsatz für Wernes Feuerwehr

Drei Verletzte nach Dachstuhlbrand im Evenkamp

Werne Eine Doppelhaushälfte im Evenkamp in Werne ist nach einem Dachstuhlbrand am Samstagmorgen unbewohnbar. Drei Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr verletzten sich bei dem Einsatz. Das Feuer drohte erneut auszubrechen.mehr...

Polizei legt Unfallstatistik für Werne vor

Mehr Verkehrsunfälle, weniger Tote auf Wernes Straßen

Werne Die Polizei sieht in Werne wie auch im gesamten Kreis eine bedenkliche Entwicklung bei den Verkehrsunfällen. Doch es gibt auch gute Nachrichten.mehr...

Werne Nach einem Streit vor einer Gaststätte an der Kamener Straße in Werne ist am Samstagmorgen ein 21-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt worden. Nun ermittelt die Mordkommission, ein Tatverdächtiger wurde in seiner Wohnung festgenommen.mehr...

Grundsteinlegung für die neue Wiehagenschule Werne

Grundschüler freuen sich auf das neue „Haus des Lernens“

Werne Die Vorfreude auf der Baustelle der neuen Wiehagenschule war deutlich zu spüren: Am Freitag legten Bürgermeister Lothar Christ und viele Kinder den Grundstein für das Schulgebäude. Dabei haben die Schüler unterschiedliche Prioritäten.mehr...

Werner BVB-Fans lehnen Montagsspiele ab

„Ich muss nicht unbedingt zum Fußball gehen“

Werne Am Montag spielt der BVB gegen Augsburg. Viele Anhänger werden dann fehlen. Warum das so ist, darüber hat David Reininghaus mit Maik Jankowski von den BVB Supporters Werne gesprochen.mehr...

Werne Viren vom Typ Influenza haben mittlerweile schon in vielen Krankenhäusern zu Aufnahmestopps geführt. Aber nicht nur Patienten erkranken, sondern immer öfter auch Ärzte und Pflegepersonal. Im Werner St.-Christophorus-Krankenhaus zieht sich die Grippe quer durch die Belegschaft.mehr...