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Osterfeuer in Werne

Hier brennen zu Ostern die größten Feuer

Werne Wer in diesem Jahr ein Osterfeuer in Werne besuchen möchte, hat die Qual der Wahl. 120 Feuerstellen wurden bei der Stadt angemeldet, viele haben aber eine lange Tradition. Wir zeigen die größten Osterfeuer auf einer Karte.

Hier brennen zu Ostern die größten Feuer

120 Osterfeuer werden in Werne in diesem Jahr angekündigt. Wir zeigen, an welchen Stellen das geschieht. Foto: Jan Hüttemann (A)

Das Abbrennen von Osterfeuern ist ein altes Brauchtum, das viele Menschen nach wie vor pflegen. Während die Zahl der Feuerstellen in anderen Städten allerdings abnimmt, bleibt Werne der Tradition auch zahlenmäßig treu. 120 Anmeldungen sind bei der Stadt bis Ablauf der Frist am vergangenen Freitag eingegangen. Auf dem Haufen landen Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie Pflanzenreste. Viele Privatleute nutzen die Tradition, um ihre Gartenabfälle loszuwerden. Manche Feuer locken jedoch Jahr für Jahr viele Besucher an.

Gänzlich ungefährlich ist der beliebte Brauch jedoch nicht – und unterliegt deswegen strengen Regeln. Wer sich an die nicht hält, dem drohen Geldbußen bis zu 5000 Euro. Verbrannt werden darf zum Beispiel nur unbehandeltes Holz. Beschichtetes und behandeltes Material wie bei Paletten und Schalbrettern ist genauso tabu wie sonstige Abfällen, etwa alte Autoreifen. Zum Entfachen und zur Unterhaltung des Feuers dürfen außerdem keine Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle verwendet werden. Größe der Feuerstelle und Distanz zu Wohnhäusern, Verkehrsflächen und Co. sind laut Angaben der Stadt ebenfalls strikt geregelt (siehe Infokasten).

Glut muss erloschen sein

Ein Feuer ist ständig von zwei Personen, von denen mindestens eine das 18. Lebensjahr vollendet haben muss, zu beaufsichtigen. Es ist bei aufkommendem, starken Wind unverzüglich zu löschen. Die Aufsichtspersonen dürfen den Platz erst verlassen, wenn das Feuer oder noch vorhandene Glut erloschen ist, sodass bei aufkommendem Wind Funkenflug auszuschließen ist. Zum Schutz von Kleintieren ist das Material am Tage der Verbrennung umzuschichten. Zur Verhinderung von Nestbau und Brut von Vögeln sind geeignete Maßnahmen zu treffen.

Um die Einhaltung der Auflagen und das Abbrennen nicht genehmigter Osterfeuer zu überprüfen, gibt es vor und an den Feiertagen stichprobenartig Kontrollen.

Vorschriften zur Größe und Ausrichtung:

Die Feuerstelle ist auf eine Fläche von sechs Metern im Durchmesser zu begrenzen, das aufgeschichtete Brenngut darf eine Höhe von 3,50 Metern nicht übersteigen. Die Haufen müssen von einem 15 Meter breiten Ring umgeben sein, der von Schlagabraum und ähnlichen brennbaren Stoffen frei ist. Als Mindestabstände sind einzuhalten:
50 Meter von Wohnhäusern oder Aufenthaltsräumen
25 Meter zu sonstigen baulichen Anlagen
50 Meter zu öffentlichen Verkehrsflächen
10 Meter zu befestigten Wirtschaftswegen, Hecken, Gebüschen und dem äußeren Kronenbereich von Bäumen.

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