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Impfungen gegen Blauzungenkrankheit gestartet

WERNE Seit Anfang des Monats ist er da, der Impfstoff gegen die gefürchtete Blauzungenkrankheit. Nun macht sich Erleichterung bei den Schäfern breit

Impfungen gegen Blauzungenkrankheit gestartet

Der Herberner Veterinär Hubert Glitz ist bei Schafzüchter Ludwig Schürmann (l.) in Stockum und impft seine Herde gegen die Blauzungenkrankheit.

Geimpft werden können alle Schafe, die 90 Tage und älter sind. Die Impfung übernehmen die Hoftierärzte. "Bei Schafherden lag die Verlustquote durch die Infektion bei zehn bis 30 Prozent je nach Größe der Herde", weiß Tierarzt Hubert Glitz.

Mücken als Gefahr

"Herden, die in Feuchtgebieten weiden, trifft es immer besonders, denn dort sind die Mückenpopulationen als Infektionsträger besonders groß."

Der Herberner Veterinär ist gerade zur Visite beim Schafzuchtbetrieb Ludwig Schürmann in Stockum und impft die Herde des Berufsschäfers. Eine kleine Gruppe von Schafen wartet schon im Stall. Ein Gatter hält die "Miniherde" auf kleinem Raum zusammen.

Hubert Glitz hat einen grünen Schutzoverall angezogen und steigt über das Gatter. In der Hand hält er die Impfpistole. Sie sieht aus wie ein langer Stab. Am oberen Ende befindet sich ein Griff, mit dem er den Impfstoff dosiert freisetzen kann, sobald er mit der Stabspitze ein Schaf durch das Fell "angepikt" hat.

Impfung für jedes Tier

Neugierig beschnuppern die Wolltiere zunächst den "Neuen" in ihren Reihen, dann setzen sie sich in Bewegung und kreisen im Laufschritt um den Tierarzt herum. Doch das hindert ihn nicht daran, jedem Schaf eine Impfe zu verpassen. "Man darf nur nicht den Überblick verlieren", lacht er.

"So, fertig." Zufrieden verlässt er die kleine Herde und zieht den grünen Einmal-Overall aus, um ihn anschließend entsprechend zu entsorgen. "Das waren die Letzten." Mit dem Ärmel wischt er sich Schweißperlen von der Stirn. Schäfer Ludwig Schürmann wartet auf ihn. Gemeinsam besprechen sie die nächsten Termine, denn die Impfung der gerade geborenen Lämmchen steht noch bevor, wenn auch sie das notwendige Impfalteralter von 90 Tagen erreicht haben. Die frisch geimpfte "Miniherde" genießt derweil schon wieder den Schafsalltag.

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